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Umwelttechnologie

24.04.2013

Wasseraufbereiter Grünbeck wird noch grüner

„Aufbruch in eine neue Ära“: Gestern Abend wurde offiziell das „Grünbeck Forum“ in Höchstädt eröffnet.
Bild: Simone Bronnhuber

Die Höchstädter Wasseraufbereitungsfirma will in eine neue Ära aufbrechen. Dafür hat das Unternehmen sieben Millionen Euro in einen Neubau investiert

Selbstbewusst. Aber nicht abgehoben. Das ist Grünbeck. Und das ist es, was die Wasseraufbereitungsfirma mit Sitz in Höchstädt (Landkreis Dillingen) vermitteln will. Seit Januar dieses Jahres kann sie es auch zeigen. Sieben Millionen Euro investierten die Verantwortlichen in einen Neubau, der sich sehen lassen kann – und auch soll.

Das „Grünbeck-Forum“ ist das neue Schulungszentrum des Unternehmens. Neben internen Kollegen werden hier Installateure, Planer, Ingenieurbüros, Großhändler sowie Firmenpartner weitergebildet. Am gestrigen Dienstag fand dort ein Seminar für Journalisten aus ganz Deutschland und darüber hinaus statt. Dabei lernten die Reporter nicht nur, wie das Wasser, das aus den Hähnen kommt, weich wird, sondern vor allem, wie sich die Grünbeck-Familie zusammensetzt.

1949 gründeten Josef und Loni Grünbeck die Firma Wasserchemie und Apparatebau Grünbeck und legten damit den Grundstein für eine beispiellose Firmenentwicklung. Nachdem 1966 ein eigenes Produktions- und Lieferprogramm angeboten worden war, ging es kontinuierlich und rasant nach oben. Mittlerweile arbeiten über 750 Menschen bei Grünbeck, die Firma hat Standorte und Vertriebspartner auf der ganzen Welt.

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Die Mitarbeiter können Gesellschafter werden

Das Herzstück der Firmengruppe aber ist seit der Gründung im Jahr 1949 das Stammhaus in Höchstädt – und soll es auch weiterhin bleiben. Mit dem Bau des Forums wurde der Standort erneut gestärkt und gesichert. Neben Forschung, Entwicklung, Projektplanung, Konstruktion und Verwaltung ist in der Donaustadt der Großteil der Produktion angesiedelt. Über 120 Millionen Euro Umsatz kann das Unternehmen jährlich verbuchen. Auch weil Loni und Josef Grünbeck von Anfang an den Grundstein für ein soziales Unternehmen gelegt haben.

1968 rief das Unternehmer-Ehepaar bereits das „Grünbeck-Beteiligungsmodell der sozialen Partnerschaft“ ins Leben und baute es über die Jahre konsequent aus. Heute haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sowohl im Rahmen des Vermögensbildungsgesetzes Geld anzusparen als auch Gesellschafter der Grünbeck GmbH zu werden. Darüber hinaus gibt es seit 2010 die „Loni-und-Josef-Grünbeck-Stiftung“. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, qualifizierten Nachwuchs im Bereich der Wasseraufbereitung zu fördern. Das gilt bis heute – ganz besonders nach dem Tod des Firmengründers und früheren FDP-Landesvorsitzenden Josef Grünbeck im Oktober 2012.

Grünbeck's Neubau soll Eindruck hinterlassen

Seit Jahren führen Günter Stoll und Peter Lachenmeir die Firma in seinem Sinn weiter.  Dazu zählt auch das neue Forum. Nicht nur optisch ist der grüne Bau, der der Dynamik eines Wassertropfens ähneln soll, ein Hingucker. Grünbeck will beeindrucken – sei es mit dem großzügigen Empfangsbereich mit fließenden Wänden, den großen Schulungsräumen mit Sauerstoffsensoren oder dem Kasino mit Blick auf ganz Höchstädt. 100 Tonnen Stahl, 4800 Cobiax-Bälle, 50 Kilometer Elektronikkabel und 1100 Quadratmeter Glasflächen wurden verbaut.

Aber nicht nur optisch will die Firma neu durchstarten. Das Forum steht unter dem Motto „Aufbruch in eine neue Ära“. Das Unternehmen wolle noch weiterwachsen, das neue Gebäude biete dafür alle Möglichkeiten, sagt Christian Zehetgruber, der die Leitung des Fortbildungszentrums übernommen hat. „Innerhalb von drei Monaten sind wir an unsere Auslastungsgrenze gestoßen. Das ist Wahnsinn, aber genau das, was wir wollen.“

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