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Kommunalpolitik

05.05.2020

Wechsel im Gemeinderat: Ein Aderlass in Glött

Christiane Fleischmann
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Christiane Fleischmann
Bild: Eisenbart

Plus Zwei Drittel der Glötter Gemeinderäte verabschieden sich zur neuen Wahlperiode. Sie kommen zusammen auf 126 Jahre Gemeindeerfahrung.

Eine ganz entspannte Sitzung habe man am Mittwoch im Glötter Gemeinderat erlebt. Das sagt Bürgermeister Friedrich Käßmeyer. Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen (Bericht folgt), die Verlängerung des Rufbusses diskutiert – und acht Gemeinderatsmitglieder wurden verabschiedet. Bei insgesamt zwölf Mandaten macht das zwei Drittel aus. Mit der nun begonnenen Wahlperiode endet eine Ära.

Gemeinderat Glött: 26 Jahre Gemeinderatserfahrung gehen

Die verabschiedeten Räte Wolfgang Herzog, Peter Sailer jun., Michael Beckert, Matthias Eisenbart, Marita Vohrer, Klaus Guggemos, Christiane Fleischmann und Bruno Helmschrott kommen zusammen auf 126 Jahre Gemeinderatserfahrung. Bürgermeister Käßmeyer spricht von einem Aderlass. „So einen großen Wechsel hatten wir in der Geschichte des Glötter Gemeinderats noch nie“, sagt er. Alle acht Mitglieder hatten sich für die Wahlperiode 2020 bis 2026 nicht mehr aufstellen lassen. Während bei einigen berufliche Gründe für den Abschied sorgen, führen bei anderen Veränderungen im Privatleben zum Ablegen des Ehrenamtes.

Wolfgang Herzog war Zweiter Bürgermeister in Glött und insgesamt drei Jahrzehnte für seine Gemeinde im Rat tätig. Marita Vohrer, zuletzt Käßmeyers zweite Stellvertreterin, blickt auf 24 Jahre Ehrenamt für Glött zurück. 18 Jahre Gemeinderatsarbeit lassen Klaus Guggemos und Matthias Eisenbart hinter sich. Die vergangenen zwei Wahlperioden, seit 2008, kümmerten sich Christiane Fleischmann, Michael Beckert und Bruno Helmschrott um die Belange der Aschberggemeinde.

Uhr mit Glött-Motiv für die Gemeinderäte

Ihnen allen dankte das ebenso erfahrene Gemeindeoberhaupt Käßmeyer für ihre Dienste. Als Abschiedsgeschenk gab es für jeden Gemeinderat eine Spezialanfertigung: eine Uhr mit dem Glötter Rathaus als Motiv. Dort hat man laut Käßmeyer schließlich viel Zeit verbracht und wichtige Entscheidungen getroffen.

Seinen Dank richtete Käßmeyer aber auch an die verbleibenden Gemeinderäte. „Wir müssen uns neu finden“, sagte er mit Blick auf die am 13. Mai stattfindende konstituierende Sitzung. Die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen für die Gemeinde könne keiner prophezeien. Doch in Glött ist man guter Dinge. „Es geht auch so gut weiter“, ist die pragmatische Antwort aus dem Glötter Rathaus.

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