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Selbsthilfewochen

31.05.2016

Wege, die aus der Sucht führen

Gruppen wollen mit ihrem Angebot betroffenen Menschen helfen

Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitsamt Augsburg zeigt in Kooperation mit dem Jugendamt Dillingen vom 6. bis 17. Juni die Ausstellung „Wege aus der Sucht“ in der VR-Bank Donau-Mindel in Dillingen. Die Schau besteht aus zwei Teilen. Sie zeigt auf, wie Sucht entstehen kann, wie sich Sucht auswirkt und welche „Wege aus der Sucht“ es gibt. Anhand von Lebensbiografien und Zitaten von acht suchtkranken Betroffenen aus Selbsthilfegruppen in Schwaben gibt die Ausstellung Einblicke in die verschiedenen Stadien von Sucht. Ergänzt wird die Ausstellung in Dillingen laut Pressemitteilung mit eindrucksvollen Fotografien.

Darüber hinaus werden Hilfsangebote aufgezeigt. Die Suchtfachambulanz Dillingen und die Selbsthilfegruppen stellen ihr Unterstützungsangebot vor. Für die Besucher liegen Broschüren über Hilfsangebote auf. In einem interaktiven Teil der Ausstellung informiert das FASD-Netzwerk Nordbayern über Schwangerschaft und Alkohol sowie FASD (Fetale Alkohol Spektrum-Störung) – das heißt Schädigungen, die ausschließlich durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstehen.

Insgesamt bietet die Ausstellung nach Angaben der Veranstalter viel Information zum Thema Sucht, ein Thema, das stets aktuell ist. Gerade in diesem Bereich spiele die Selbsthilfe eine nicht zu unterschätzende Rolle, betonen die Selbsthilfegruppen. Das Miteinander in den Gruppen biete dem Einzelnen Unterstützung und Hilfestellung bei seinem Weg aus der Sucht und vermittle das Gefühl der Gemeinschaft und des Verstehens.

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Rund um die Ausstellung in der VR-Bank Donau-Mindel finden verschiedene Veranstaltungen statt:

6. Juni, 17 Uhr, Eröffnung durch den Zweiten Bürgermeister von Dillingen, Franz Jall.

7. Juni, Präventionsveranstaltung für Schulklassen.

11. Juni, Infotag von 9 bis 13 Uhr in der VR-Bank Donau-Mindel. Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen und die Suchtfachambulanz sowie Betroffene stehen für Fragen zur Verfügung.

17. Juni, 17 Uhr, Vortrag im Landratsamt Dillingen. Es spricht Henning Mielke von Nacoa, der Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien, über das Thema „Wenn Eltern süchtig sind, leiden die Kinder“.

Im Anschluss berichtet Birgit Erdle, diplomierte Medizin- und Gesundheitspädagogin, über das Konzept der Uni-Klinik Ulm „Echt stark“, das Kinder aus Suchtfamilien und aus Familien psychisch kranker Eltern unterstützen soll. Die Suchtfachambulanz Dillingen bietet außerdem eine Multiplikatoren-Schulung für Fachkräfte, wie Lehrer und Sozialpädagogen, an. (pm)

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