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Landkreis Dillingen

17.12.2020

Weihnachten im Lockdown: Hektisches Umplanen für die Stille Nacht

Auch am Heiligabend gilt die Ausgangssperre ab 21 Uhr. In vielen Pfarreien in der Region ändern sich deshalb die Anfangszeiten für die Christmetten.
Bild: bv

Plus Wegen des Lockdowns dürfen keine Christmetten zu später Stunde gefeiert werden. Der Augsburger Bischof Bertram Meier kritisiert das Vorgehen.

Weihnachten wird heuer wegen Corona anders – auch für Gottesdienstbesucher. Sie dürfen in diesem Jahr nicht laut „Stille Nacht“ in den heiligen Messen anstimmen. Und es gibt während dieses Lockdowns auch keine Ausnahme für die Christmetten an Heiligabend. Kirchgänger müssen sich an die Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr halten, ließ Ministerpräsident Markus Söder wissen. Der Augsburger Bischof Bertram Meier kritisierte das Vorgehen. „Wir wurden von der neuen Entwicklung förmlich überrumpelt“, stellte Meier fest. Auch in katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Landkreis hat inzwischen eine hektische Umplanung für die Heilige Nacht begonnen.

Das Umplanen kostet viel Energie

In der katholischen Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Höchstädt etwa wurde die 22-Uhr-Christmette auf 19.30 Uhr vorverlegt. Gemeindereferentin Sibylle Göhring und Stadtpfarrer Daniel Ertl rufen in diesen Tagen unentwegt bei Gläubigen an, die sich für die Christmette angemeldet haben, ob sie denn bei der geänderten Uhrzeit ebenfalls den Gottesdienst besuchen. Es komme alles „kurz vor knapp“, das Umplanen koste „sehr viel Energie“, sagt Ertl. Und unter hygienischen Gesichtspunkten verschlechtere die neue Entwicklung die Lage. „Jetzt werden mehrere Gottesdienste in einem kürzeren Zeitraum gehalten, die Lüftungspausen werden kleiner“, stellt Ertl fest. Er werde jetzt an Heiligabend um 16, 17 und 19.30 Uhr Gottesdienste zelebrieren.

Kirchen verlegen Christmetten nach auf frühere Uhrzeiten

Auch der Dekan des katholischen Dekanats Dillingen, Johannes Schaufler, wollte um 22.30 Uhr in der Gundelfinger Stadtpfarrkirche die Christmette feiern. „Jetzt müssen wir umplanen“, sagt Schaufler. Diese Christmette findet in Gundelfingen nun bereits um 19.30 Uhr statt. Auch die Familien müssten sich nun auf die neuen Zeiten einstellen. „Hoffentlich nehmen die Gläubigen das Angebot an“, sagt Schaufler. Er habe nicht erwartet, dass die bayerische Staatsregierung so kurzfristig mit dieser Entscheidung daherkomme.

Gläubige müssen sich anmelden

In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Wertingen sind am Donnerstag, 24. Dezember, zwei Gottesdienste geplant – einer um 15 Uhr in der Bethlehemkirche, der zweite im Freien auf dem Mühlenhof im Stadtteil Roggden. „Weil wir im Freien sind, hatten wir gehofft, dass dies ohne Anmeldung möglich ist“, teilt Pfarrerin Ingrid Rehner mit. „Jetzt müssen sich die Mitfeiernden aber anmelden“, so Rehner. Das kann man im Pfarramt der Bethlehemgemeinde unter Tel. 08272/2446 erledigen. Dass Weihnachtsgottesdienste ohne das Mitsingen der Gemeinde gefeiert werden müssen, sei „seltsam“, so Rehner. Aber es gebe in Roggden zumindest eine lebendige Krippe mit Pony.

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