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27.01.2020

Welcher Schlossfink soll dein Herzblatt sein?

Wer will sein Herzblatt sein? Junggeselle Heinz, der Haushaltsgummivertreter, hat die Qual der Wahl. Auf dem Bild: (von links) Josef Schröttle, Abby-Jane Wollgast, Melanie Schüle, Desiree Graf und als Rudi Carell des 21. Jahrhunderts, Benedikt Mückstein.
Foto: Brigitte Bunk

Beim Höchstädter Kappenabend jagt ein Höhepunkt den nächsten. Die etwa 700 Besucher erfahren auch, was es mit dem Deixit auf sich hat

Bernhard Veh öffnet den roten Briefumschlag, den Marina Draxler am Rand der Bühne entdeckt hat. Schon grinst er übers ganze Gesicht, schaut zum Bürgermeister und sagt: „Gerrit, hier, hol dir deine Einladung ab! Schön, dass du gekommen bist, obwohl sie nicht angekommen ist.“ Die jüngste Meldung aus der Heimatzeitung, dass Rathauschef Gerrit Maneth die Einladung des Bezirks zur Eröffnung der Außenstelle am Höchstädter Schloss nicht erhalten hatte, kam den Machern der Schlossfinken Höchstädt-Blindheim kurz vor dem Kappenabend gerade recht.

Das Männerballett, die Pjbkut’s, führten die Gäste dieses Jahr in den Wilden Westen und traten als Cowboy und Indianer in Aktion. Inklusive Gefangenem am Marterpfahl.


Doch während der fast fünf Stunden langen Veranstaltung zeigen die Schlossfinken, dass sie das ganze Jahr über schon fleißig gesammelt hatten. Ob es um den „Kimmerle-Schwarzbau“ geht oder um ADS - das Anti-Deisenhofen-Stadtratssyndrom – den rund 700 Gästen gefallen die Einlagen, in denen so manches und mancher aufs Korn genommen wird.

Welcher Schlossfink soll dein Herzblatt sein?
152 Bilder
Eine grandiose Vorstellung - der Kappenabend der Schlossfinken
Foto: Brigitte Bunk

Ebenso wie das komplette Programm des Großen und Kleinen Hofstaats, gezeigt von bestens gelaunten Tänzern und Tänzerinnen. Ein bewährtes Rezept, wie sich jedes Jahr wieder zeigt. Denn gleich beim Hereinkommen stellt Vorsitzender Veh, der die Show mit Marina Draxler charmant moderiert, zufrieden fest: „Da sitzen sie, die Narrischen! Die, die innerhalb von zwei Stunden fast die kompletten Karten des Kappenabends aufgekauft haben.“ Ein Zuspruch, der die etwa 200 Akteure und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer zusätzlich motiviert.

Marina Draxler und Bernhard Veh moderierten die kurzweilige Veranstaltung.

Ein Höhepunkt jagt den anderen an diesem Samstagabend. Und wer zwei Wochen zuvor beim Hofball war, genießt folgende Auftritte nochmal: den kleinen Hofstaat um Prinzessin Leonie mit Prinz Bastian, die eine tolle Show bieten, ebenso wie die kleinen Hofnarren, die kleine Garde, die Sonnenkinder und die Dance Kids, die Teenie Garde und der Teenie-Showtanz, dazu das kleine Tanzmariechen Angelina.

Auch der große Hofstaat um Prinzessin Lisa-Marie und ihren Prinz Angelo zeigt, was die Schlossfinken draufhaben: Das sind die Garde, Tanzmariechen Jennifer Erdle, die Flying Narrows und natürlich der Showtanz. „Schön zu sehen, dass so viele beim Fasching dabei sein wollen“, freut sich Schlossfinken-Chef Bernhard Veh zurecht.


Die Gebrüder Höchstädt: Bernhard Ahle, Wolfgang Lämmermeier,Wolfgang Saur.

Nachwuchsbüttenredner Lukas Lenz dagegen hat nichts Gutes zu berichten. Ob bei einer Operation im Krankenhaus oder beim Abnehmen. „Bei mir geht immer alles schief“, zieht er sein Fazit. Gut, dass seine Mittänzer beim Teenie-Showtanz später davon nichts merken. Auch bei der Schunkelrunde von Michael (Thum) und seiner Harmonika sind alle bestens gelaunt. Bewegung kommt in sämtliche Reihen.

Die No Stars kommen im Wartezimmer so manchem Zipperlein von Stadtrats- und Bürgermeisterkandidaten auf die Spur. Elke Deininger erkennt diese tatsächlich anhand der Telefongespräche der Sprechstundenhilfe (Martina Reichart). Dass die Listen für die Stadtratswahl wie Pilze aus dem Boden schießen, bemerken die Wartenden, zu denen auch Clemens Reichart und Silvia Balletshofer gehören. Warum die Eisenwerte von Pfarrer Daniel Ertl besonders hoch sein sollen, ist ihnen schnell klar. Immerhin ist er täglich dem Gerüst in der Kirche ausgesetzt. Fetzige Musik darf auch nicht fehlen beim Kappenabend, dafür sorgen die Kocher Fetza, die Guggamusik aus Aalen.

Die No Stars sind dieses Jahr im Wartezimmer von Dr. Zufall zusammengekommen und tauschen allerhand Neuigkeiten aus: (von links) Clemens Reichart, Elke Deininger, Silvia Balletshofer und Martina Reichart.

Weiter geht es mit einer begeistert aufgenommenen Nummer: Wer soll dein Herzblatt sein? So fragt der „Rudi Carell des 21. Jahrhunderts“, Benedikt Mückstein, im blumig-bunten Anzug den Haushaltsgummivertreter Heinz. Josef Schröttle verkörpert den aufgeregten Junggesellen, Abby-Jane Wollgast präsentiert sich als YouTuberin Chantal, die eine WLAN-Steckdose mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Dazu die gar nicht so prüde Cilli, die einen String-Tanga zum Knabbern anbietet, und Olga, die am Ende die Rose bekommt. Aus Vorfreude auf das Schäferstündchen? Doch was wäre der Kappenabend ohne Karl, Willi und Seppel? Als Agenten verwanzen die Gebrüder Höchstädt – Bernhard Ahle, Wolfgang Lämmermeier und Wolfgang Saur – das Höchstädter Rathaus. Sie schauen in Akten, sinnieren über den Schuldenberg beziehungsweise Finanzloch beim Projekt Zukunft der SSV. Sie erfahren, dass beim Deixit (dem angeblichen Austritt von Deisenhofen aus der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt) sämtliche Tunnelbauer wegfallen würden. Und kommen glatt auf die Idee, dass ein Untergrund-Einkaufszentrum in Höchstädts Stadtmitte eine prima Sache wäre. Sie hacken den Computer des Bürgermeisters samt Terminkalender und entdecken eine Dartscheibe – mit den Köpfen der Gebrüder Höchstädt als Ziel. Und eigentlich sollte hier ja ein ganz anderer Bericht stehen – den haben sie nämlich direkt an die Donau-Zeitung geschickt.

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