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Bissingen

14.10.2019

Wenn das Deo explodiert - und andere Herausforderungen

Immer wieder gehört auch das Bergen verletzter Personen bei Autounfällen zum Aufgabenspektrum der Feuerwehren. Die Feuerwehr Bissingen hat sich einiges einfallen lassen, um über ihre Arbeit zu informieren. Dazu gab es eine große Fahrzeugschau mit Feuerwehrfahrzeugen der Firma Airbus Helicopters und der Freiwilligen Feuerwehren aus den Nachbarorten Höchstädt, Tapfheim, Amerdingen und Diemantstein sowie zwei Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes. Viele weitere Aktionen auch für Kinder lockten Hunderte Besucher an.
Bild: Helmut Herreiner

Der Tag der offenen Tür bei der FFW Bissingen lockt Hunderte Besucher an. Auch andere Einrichtungen interessieren die Menschen.

Viele Hundert Interessierte säumten das Areal rund um das Feuerwehrgerätehaus in Bissingen, als die Freiwillige Feuerwehr des Marktortes nach einigen Jahren wieder zu einem Tag der offenen Tür geladen hatte. Ein umfangreiches Programm sorgte trotz des durchwachsenen Wetters für Kurzweil.

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Informieren konnten sich die Besucher nicht nur über die Vielfalt der Aufgaben und die Ausrüstung und Möglichkeiten einer modernen Feuerwehr, sondern auch im Heim des Krieger- und Soldatenvereins sowie im Archiv der Marktgemeinde Bissingen. Beide sind im unmittelbar benachbarten alten Feuerwehrhaus untergebracht.

Eine große Schau mit Fahrzeugen aus der ganzen Region

Die gesamte obere Premauerstraße war Standort einer großen Fahrzeugschau, an der sich Feuerwehrfahrzeuge der Firma Airbus Helicopters und der Freiwilligen Feuerwehren aus den Nachbarorten Höchstädt, Tapfheim, Amerdingen und Diemantstein sowie zwei Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes beteiligten.

Wenn das Deo explodiert - und andere Herausforderungen

Nach den Begrüßungsworten des Bissinger Feuerwehrvorsitzenden Markus Reiner stieß das Kinderprogramm mit elektrischen Feuerwehrautos der FFW Rain/Lech, einer Hüpfburg, einer Buttonmaschine sowie Mal- und Spielaktionen ebenso auf eine gute Resonanz wie die Möglichkeit für die Erwachsenen, sich unter der Regie des Ersten Kommandanten Andreas Korn beim richtigen Hantieren mit einem Feuerlöscher im Ernstfall zu beweisen.

Ein Kurzschluss - und schon brennt das Zimmer

Nach dem Mittagessen in der Gerätehalle und einem angebauten Zelt fand vor zahlreichen Zuschauern eine groß angelegte Einsatzübung mit dem Brandcontainer der Dillinger Feuerwehr (Wer will da nicht freiwillig zur Feuerwehr?!) auf dem Schulparkplatz statt. Simuliert wurde ein Zimmerbrand, ausgelöst durch einen Kurzschluss, durch den sich binnen kürzester Zeit ein Sofa und weitere Einrichtungsgegenstände entzündeten. Die Rettung für den Bewohner, gespielt von Jochen Strehle, und seinen Besucher waren der Rauchmelder und die Einsatzgruppe der Bissinger Feuerwehr unter der Führung des Zweiten Kommandanten Christian Sinning. Ebenso spannend waren auch die anschließenden Vorführungen eines Fettbrandes und der Explosion einer Deodose, wie sie im Ernstfall oft auch eine zusätzliche Gefahr für Feuerwehrleute und Hilfskräfte darstellt.

Die Aufgaben der Feuerwehr sind alles andere als einfach

Viel beachtet wurde ebenfalls die Einsatzvorführung einer Rettungsaktion im Rahmen der technischen Hilfeleistung, wie sie in Unfallsituationen auf der Straße immer wieder vorkommt. Eine eingeklemmte Person in einem Auto galt es in einem gemeinsamen Einsatz der Feuerwehr und des BRK unter Leitung von Christian Sinning und Josef Ottner zu befreien. Die Entfernung der Beifahrertür, der weiteren Türen des Fahrzeugs, das Abschneiden der Dachsäulen und Abnehmen des Autodaches sowie schließlich die Bergung des Patienten und die Übergabe an den Rettungsdienst sind im Ernstfall alles andere als einfache Aufgaben, wie allen Zuschauern deutlich wurde.

Zahlreiche von ihnen nutzten auch die Gelegenheit, einen Blick ins Vereinsheim des Krieger- und Soldatenvereins zu werfen, sich die aufgebaute Bilderausstellung sowie die Videovorführung anzuschauen und mit dem Vereinsvorstand ins Gespräch zu kommen.

Viele Besucher des Feuerwehrtages in Bissingen nutzten auch die Gelegenheit, die Ortschroniken der Kesseltalorte und die Bildersammlung im Gemeindearchiv anzuschauen oder sich über den Bereich der Ahnenforschung zu informieren. Das Archiv ist ebenso wie das Krieger- und Soldatenheim im ehemaligen Feuerwehrhaus untergebracht.
Bild: Helmut Herreiner

Ebenso konnten im Gemeindearchiv der Archivleiter Helmut Herreiner und seine Unterstützer Nikolaus Keis, Simon Knaus und Rainer Hammes Besucher aller Generationen begrüßen, die sich über die Sammlungen in den Archivräumen informieren wollten und die manchmal auch ganz gezielte Fragestellungen, etwa zur eigenen Familiengeschichte und Ahnenforschung, mitbrachten. (HER)

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