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25.07.2010

Wenn der Porsche nur 1 Zylinder hat

Dutzende Traktoren aller Marken, Jahrgänge und Typen waren beim Oldtimertreffen in Donaualtheim am gestrigen Sonntag unter weißblauem Himmel zu bewundern. Fotos: von Neubeck

Donaualtheim Christa Keller und Manuel Nitbaur aus Gremheim haben es gerade noch geschafft: Letzte Restarbeiten mussten noch am Samstag erledigt werden, dann konnte ihr selbst gebauter Schäferkarren hinter den alten Traktor gehängt werden, um nach Donaualtheim zu zuckeln. Dort, beim Treffen der Oldtimerfreunde übernachteten die beiden Schrauber erstmals in ihrem neuen Gefährt, an dem sie seit Dezember Wochenende für Wochenende gearbeitet hatten.

Festhalle gut gefüllt

Über 400 Teilnehmer registrierten die Oldtimerfreunde am gestrigen Sonntag und wäre das Wetter tags zuvor besser gewesen, hätte die Rekordbeteiligung vom letzten Mal beim 25. Jubiläum geknackt werden können. So waren die Veranstalter froh, dass zumindest am Freitag- und Samstagabend beim Auftritt der Dorfstadl Musikanten und den Countrymusikern von "Travelling Bones" die Festhalle gut gefüllt war.

Unter weißblauem Himmel fand gestern die große Ausfahrt statt und Hunderte von Besuchern wollten die ausgestellten Oldtimer - vom Traktor über die ehrwürdige Limousine aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis hin zum alten Sportwagen und Motorrad - sehen. In der Festhalle gab es kaum mehr Platz, als die "Böhmischen" aus Partschins in Südtirol zum Frühschoppen und Mittagessen aufspielten. Einen gelehrigen Schüler hatte Herbert Behringer in Enkel Linus. Behringer, der Landmaschinenmechaniker gelernt hat, findet es interessant, mit welch einfachen Maschinen die Landwirtschaft früher gearbeitet hat.

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Den ausgestellten feuerroten Porsche Diesel Einzylinder kennt er noch aus dem Motorenwerk am Bodensee, wo er in den 60er Jahren gearbeitet hat: "Solche Schlepper habe ich auf dem Hof meines Bruders früher repariert", erinnert sich der ehemalige Dillinger Stadtbrandinspektor.

Schlüter, Lanz (mit Vorglühkopf), Deutz, Fahr, Fendt, Güldner und die recht seltene Bührer-Straßenzugmaschine reihten sich nebeneinander. Die Gebrüder Thomas (45) und Oliver (41) Wösle aus Jettingen sind mit dem von ihnen gegründeten Oldtimerclub aus Jettingen in sechs Schleppern und drei Autos angereist. Sie haben sogar Zelt und Bauwagen dabei, in dem sie in Stockbetten schlafen. Oliver Wösle angesichts des Werts von rund 8000 Euro für seinen Ford Taunus 20 m TS "Streetmachine".

Hart im Nehmen

"Das ist ein Hobby, das man sich noch leisten kann, wenn man ein Schrauber ist und nicht in die Werkstatt muss." In strömendem Regen sind sie im offenen Kramer-Trecker hergefahren: "Oldtimerfreunde sind hart im Nehmen, das gehört dazu."

Aber nicht nur Bulldogs, sondern auch viele Pkw sind zu bestaunen, vom Fiat 500er über den wunderschönen Swift von 1924 mit Trittbrettern, dem 74er Audi Coupé und einigen Opel GT, Mercedes 190 C und Opel Manta - alles, was das Herz des Oldtimerfreundes höher schlagen lässt.

Bei uns im Internet: Eine Bildergalerie und ein Video finden Sie unter www.donau-zeitung.de

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