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Schwimmen

12.06.2017

Wer hat noch kein Seepferdchen?

Diese Kinder haben das neue Seepferdchen bestanden. Nachdem immer wieder Menschen beim Schwimmen ertrinken, appelliert die DLRG an Eltern, ihr Kinder nicht nur zu einem Schwimmkurs zu schicken, sondern auch weiter mit ihnen zu üben, damit sie das Gelernte nicht vergessen. Mit auf dem Bild sind die beiden Ausbilder Max Rommel (im roten Shirt) und Roland Biller.
Bild: Daub

Immer wieder ertrinken Menschen beim Baden. Umso wichtiger sind Schwimmkurse

Jedes Jahr ertrinken in Deutschland mehr Menschen, weil sie nicht schwimmen können. Allein in Bayern gab es 91 Badetote im Jahr 2016, ein Jahr zuvor waren es 86 Menschen gewesen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Wasserwacht bieten im Landkreis Schwimmkurse an. Zuletzt machten beim DLRG-Schwimmkurs 31 Kinder das neue Seepferdchen ab. Noel, Lena, Pius, Valentin, Florian, Emile, Nils, Alina, Oliver, Luna, Sarah, Paul, Adrian, Sophie, Magdalena, Liv, Peter, Angela, Maja, Eva Marie, Hannes, David, Luisa, Johanna, Raphael, Anastasia, Victoria, Vincent, Lisa Marie, Erik haben gut lachen, denn sie sind jetzt auf die Badesaison optimal vorbereitet, freut sich Friedrich Daub von der DLRG. Doch er warnt auch: „Die Eltern sollten wissen, dass die Kinder das Schwimmen sehr schnell wieder verlernen, wenn sie nicht regelmäßig mit ihnen zum Baden gehen oder sie fortlaufende Kurse besuchen lassen.“

Die Kinder, die das Seepferdchen bestanden haben, können 25 Meter schwimmen, vom Block springen sowie nach Ringen tauchen. Dies ist laut Daub eine gute Basis für die Zukunft.

Die DLRG ist eigenen Angaben zufolge mit rund 1,4 Millionen Mitglieder und Förderern die weltweit größte Organisation für die Wasserrettung. Laut Mitteilung ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle an zumeist unbewachten Seen und Flüssen. „Allein im vergangenen Jahr sind in Bayern 91 Menschen ertrunken. Vor allem an unbewachten Stellen ist das Risiko um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen“, warnt Ingo Flechsenhar, Präsident der DLRG Bayern. Eltern dürfen kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und sollen immer in Griffweite bleiben. Man sollte nur gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen und nicht übermütig werden.

Weitere Tipps: Auch nach mehreren warmen Tagen ist zurzeit nur die Wasseroberfläche angenehm warm. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.

Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge in Ufernähe oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmung nach sich ziehen.

Ein Bad im Fluss oder eine Bootfahrt können harmlos aussehen, können aber gefährlich sein. Ein Boot kann kentern. Die Kälte des Wassers lässt die Kräfte sehr schnell schwinden und an steilen, bewachsenen Ufern kann man sich oft nicht mehr ans Land retten. Strömungen und Brückenpfeiler sind tödliche Risiken.

Am Meer können Gezeiten, nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können sogar gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen.

Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden. Kindgerechte Baderegeln gibt es im Internet unter www.baderegeln.info. (dz)

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