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Lauingen

15.12.2020

Wer richtig parkt, wird derzeit in Lauingen belohnt

Bild: H. Siebert

Mit einer Aktion will die Stadt Lauingen belohnen statt bestrafen. Was dahinter steckt.

Die Autofahrer in Lauingen dürfen sich auf eine vorweihnachtliche Überraschung freuen: Dieser Tage gibt es Gummibärchen samt Weihnachtsgrüßen und Dankeschön fürs ordnungsgemäße Parken. „Da werde ich einiges zu tun haben“, lacht Doris Bergholz, Außendienstmitarbeiterin der Kommunalen Verkehrsüberwachung der Stadt Lauingen. „Damit wollen wir das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer auf unseren Straßen honorieren“, sagt Markus Schirmer, Leiter des Ordnungsamtes. Vor zwei Jahren gab es die Aktion schon einmal. „Das kam gut an“, so Schirmer.

Bergholz ist werktags täglich auf Lauingens Straßen unterwegs. Unterstützt wird sie durch eine Kollegin im Innendienst. Schirmer nennt seine Mitarbeiterin „das öffentliche Auge der Lauinger Ordnungsbehörde.“ Bei ihrer Tätigkeit schätzt sie den Kontakt mit den Bürgern und erhält dabei so manchen Zuspruch zurück. Dann gibt es schon mal eine Parkscheibe der Stadt Lauingen als Geschenk. Wenn Bergholz die Parkscheinautomaten in der Innenstadt auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft, stellt sie öfters augenzwinkernd fest, „dass so mancher Cafébesucher die Zeit nutzt, um noch schnell ein Parkticket zu ziehen.“ Auch kommt es vor, dass Bergholz sich auf Wunsch der Brautleute mit frisch verheirateten Ehepaaren fotografieren lässt.

Verkehrsteilnehmer sollen sensibilisiert werden

In Sachen Verkehrsüberwachung handelt die Stadt Lauingen nach der Devise: besser Einsicht statt Strafe. Fehlt genau diese Einsicht, greift Bergholz konsequent durch. Zum Beispiel bei unberechtigtem Parken auf Schwerbehindertenparkplätzen, auf Feuerwehrzufahrten oder Rettungswegen. Selbst wenn in solchen Situationen die Stimmung hochkocht, ist für die Verkehrsüberwachungsspezialistin wichtig: „Reden und die Sache mit Ruhe angehen“.

Schirmer erklärt: „Wir wollen durch unser Handeln nicht nur bestrafen, sondern vielmehr die Verkehrsteilnehmer für mehr Fairness im Straßenverkehr sensibilisieren“. Darauf zielen auch die regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen ab. Bürgermeisterin Katja Müller ruft zusätzlich zu „Fair Play im Umgang miteinander auf“. Dazu gehört auch ein fairer Umgang mit den Mitarbeitern der Kommunalen Verkehrsüberwachung. Denn hinter jedem Mitarbeiter steckt immer auch ein Mensch. (pm)

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