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Wertingen

19.07.2019

Wertinger Kindergarten kostet 3,8 Millionen

Im Baugebiet „An der Thürheimer Straße“, angrenzend an die Industriestraße, soll der neue Wertinger Kindergarten entstehen. Die Baukosten werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen 280000 Euro für die Ausstattung.

An der Thürheimer Straße soll ein neues, ökologisches Gebäude für Kinder entstehen. Ein Stadtrat äußert im Bauausschuss Bedenken – unter anderem wegen der Pflanzung von Beerensträuchern.

Zu viele Kinder, zu wenige Kindergartenplätze: Die Zusamstadt möchte diesem Umstand Abhilfe schaffen und plant einen neuen, großen Kindergarten. Doch ganz so einfach, wie sich die Stadt das Vorhaben vorgestellt hat, ist es nicht. Bereits die Planungen für den Standort hatten für Schwierigkeiten gesorgt. Anwohner aus dem Wohngebiet in der Thürheimer Straße hatten sich über das Projekt beschwert. Bürgermeister Willy Lehmeier argumentierte damals: „Wir schaffen hier Platz für Kinder.“ Dass dabei nur eine Fläche von knapp 1000 Quadratmetern benötigt würde, müsste man im Hinterkopf behalten. Inzwischen sind die Planungen des Kindergartens, dessen Baukosten auf 3,5 Millionen Euro geschätzt werden, weiter fortgeschritten. Hinzu kommen noch rund 280000 Euro für die Ausstattung. In der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend wurden die neusten Pläne vorgestellt.

In die neue Kita kommen drei Gruppen

Drei Gruppen sollen in dem neuen Gebäude ein Zuhause finden. Die Elemente Erde, Luft und Wasser würden jeweils einen gesonderten Bereich bekommen, erklärte Werner Kuchler, der für die Außenanlage des Kindergartens zuständig ist. Er sagte: „Wir schaffen eine Kiesfläche zum Spielen, ein Trampolin und Wasserspiele mit Sandfläche – damit hat jede Gruppe einen Ort passend zum Motto.“ Zusätzlich sollen drei große Bäume auf dem Gelände gepflanzt werden, um für den nötigen Schatten zu sorgen. Das Vorhaben, außerdem Beerensträucher zu pflanzen, wurde im Stadtrat kritisch hinterfragt. Franz Bürger (CSU) gab zu bedenken: „Ist das nicht gefährlich für die Kinder? Wir mussten schon einmal Sträucher entfernen, weil sich im Nachhinein herausgestellt hatte, dass sie giftig sind.“ Kuchler gab Entwarnung und betonte, dass er über ausreichend Erfahrung verfüge, um die richtigen Pflanzen auszuwählen. Auch Bürgermeister Lehmeier stimmte ihm zu: „Ich finde es sinnvoll, die Kinder an Beeren, Obst und Sträucher heranzuführen – sie sollen so viele wie möglich kennenlernen dürfen.“

Eine Wärmepumpe ist die Lösung

Als Wärmequelle einigten sich die Mitglieder des Bauausschusses auf eine Wärmepumpen-Lösung. Für knapp 30000 Euro sollen zehn Erdwärmekörbe die Regulierung der Raumtemperatur, sowohl im Winter als auch im Sommer, ermöglichen. Außerdem soll eine Solaranlage für zusätzlich 76000 Euro auf dem Dach installiert werden. Damit auch die Wasserversickerung unproblematisch bleibt, wird eine Begrünung auf dem restlichen Dach angelegt werden. Man könne den Kindergarten als umweltfreundliches „Solar-Aktiv-Haus“ bezeichnen, da kaum fossile Brennstoffe genutzt werden müssten, erklärte der Bürgermeister. Auch ein Keller soll für knapp 160000 Euro entstehen.

In der Sitzung zuvor waren es noch 3,1 Millionen

Bedenken, dass sich gerade deshalb die Kosten von 3,1 Millionen seit der letzten Sitzung erheblich erhöht hätten, äußerte Stadtrat Bürger. Lehmeier beschwichtigte daraufhin: „Anderenfalls hätten wir oberirdisch Stauraum schaffen müssen.“ Auch das hätte Kosten verursacht, und so wären lediglich 55000 Euro mehr zu investieren, betonte er. Ob der Kindergarten in der geplanten Form gebaut wird, entscheidet der Stadtrat am kommenden Mittwoch.

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