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Burghagel

03.07.2019

Wie Burghagel sich und seine Geschichte feiert

Ein ganzes Wochenende lang feierte Burghagel sich und die 300-jährige Geschichte der Pfarrkirche St. Peter. In das Festzelt zogen unter anderem Fahnenträger ein. Dazu gab es viele verschiedene Veranstaltungen im Bachhagler Ortsteil.
Bild: Laszlo Mirk

Burghagel lässt es ein ganzes Wochenende lang krachen. Dafür hilft das ganze Dorf mit. Welche Höhepunkte es gab.

Vom zünftigen Volx-Rock über historische Einblicke und schwäbische Hausmusik bis hin zum großen Festzug durch Burghagel – am vergangenen Wochenende war im Bachhagler Ortsteil einiges los. Bereits im Juni 2018 begann das Festkomitee unter der Leitung der Bürgermeisterin Ingrid Krämmel mit der Planung für das Festjahr 750 Jahre Bachhagel und 300 Jahre Katholische Pfarrkirche St. Peter in Burghagel.

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Während sich Bachhagel und Oberbechingen auf das ganze Jahr konzentrierten, arbeiteten die in Burghagel ansässigen Vereine das zurückliegende Festwochenende aus. Mit Feuerwehr, Musikverein, Schützenverein und Gartenbauverein Burghagel begannen die ersten Sitzungen. Für das Vorhaben wurde sogar eine eigene Firma gegründet, die Burghagler Dorfgemeinschaft GbR. Als Geschäftsführer wurde aus jedem Verein der Erste Vorsitzende benannt. Jeder aus dem Dorf half nun am Wochenende mit.

Am Samstagabend ging in Burghagel die Post. Mit der Band Brenztalpower wurde ausgelassen gefeiert.
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So feiert Brenztalpower in Burghagel
Bild: Laszlo Mirk

Burghagel: Einblicke in die Geschichte des Dorfes

Den Auftakt machte am Freitag die fetzige Live-Showband Brenztal Power. Mit Rockklassikern, Charts und Partykrachern heizte sie den etwa 500 Partygästen bis spät in die Nacht kräftig ein. Ein Heimspiel für die Musiker, teils auch verwurzelt in den Gemeinden im Bachtal. Am Samstagnachmittag führte Georg Wörishofer durch Burghagel. Zahlreichen Interessenten fanden sich am frühen Nachmittag bei der Pfarrkirche in Burghagel zum historischen Ortsrundgang ein.

Wie Burghagel sich und seine Geschichte feiert

Die Katholische Pfarrkirche St. Peter wurde im Jahre 1719 nach den Plänen des Gundelfinger Baumeisters Johann Windtschmidt erbaut. Weiter über die Kirchstraße zur Dorfstraße ging Wörishofer auf die verschiedenen Bauten, die früher an der Stelle der jetzigen Wohnhäuser standen, ein. Er erinnerte unter anderem an die ehemalige Schule von 1837 mit ihrem Anbau von 1903, wo jetzt das Gasthaus zum Löwen betrieben wird. So bekamen die Teilnehmer einen interessanten Einblick in die Geschichte des Dorfes. Im Anschluss gab es im Gemeindehaus Burghagels eine Film- und Fotovorführung.

Besonderes Schmankerl am Samstagabend

Der Samstagabend brachte noch ein besonderes „Schmankerl“. Manne, Benny, Flex und Selle, „Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle“ von der Ostalb, versetzte die Anwesenden in schwäbische Ekstase. Astreiner Satzgesang begleitet von etwa 20 Instrumenten, kurzweilig, meist schwäbisch dargeboten. Im fast ausverkauften Bierzelt wurden die Lachmuskeln beansprucht.

Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter am Patrozinium des Kirchenpatrons, des heilgen Petrus. Zu diesem feierlichen Anlass waren Landrat Leo Schrell, Landtagsabgeordneter Georg Winter, Bezirksrat Johann Popp, sowie die Bürgermeister der Bachtalgemeinden, Ingrid Krämmel, Bernd Steiner und Tobias Steinwinter, gekommen. Bischofsvikar Prälat Bertram Meier, Pfarrer Lehmer und Pater Bineesh feierten den Gottesdienst.

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Die Geheimnisse von Burghagel
Bild: Laszlo Mirk

Gegen Ende bedankte sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marion Doßer, bei allen, die zum Gelingen des Festgottesdienstes beigetragen hatten. Krämmel bekräftigte dieses Danke in ihrer Rede und erinnerte an die Vollendung der Kirche vor 300 Jahren – anfangs aus Holz und später aus Stein. Die Pfarrkirche sei das Wahrzeichen und das Herzstück von Burghagel. An den Festtag wird für die Zukunft eine Inschrift in einer Platte im Fußboden vor dem Taufstein erinnern.

Das Festzelt ist trotz der Hitze voll

Der Schirmherr, Landrat Leo Schrell, sprach über den geschichtlichen Bau der Pfarrkirche. Lichtdurchflutet durch die zahlreichen Rundbogenfenster zeige sich St. Peter als wahres Schmuckstück und dörflicher Kristallisationspunkt von Burghagel. Der Landrat gratulierte im Namen des Landkreises und ganz persönlich der Kirchengemeinde Burghagel und der politischen Gemeinde Bachhagel.

Die Vorsitzenden der Burghagler Vereine: (von links) Michael Hegele (Feuerwehr), Karl Weihmayer (Gartenbauverein), in Vertretung für Wolfgang Wunderle Daniel Seeger (Schützenverein) und Armin Gruber vom Musikverein.
Bild: Laszlo Mirk

Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die 23 teilnehmenden Vereine zum Festzelt. Das war trotz der Hitze voll. Der Nachmittag wurde vom Musikverein „Frisch Voran“ Syrgenstein, den „Fidelen Melkkübel“ aus Hohenmemmingen und den „The Brassidents“ musikalisch begleitet. Zum Schluss verlieh die Bürgermeisterin dem Ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Burghagel, Michael Hegele, und dem Vertreter der Donau-Zeitung, Laszlo Mirk, den Jubiläumsorden der Gemeinde Bachhagel. Das Wochenende war voller Programm, was sicherlich vielen Bürgern lange in Erinnerung bleiben wird.

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