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Aktion

04.12.2019

Wie Schüler mit Papiersternen ein Lächeln zaubern

David Hipperle, Emely Hermann und ihre Mitschüler wollen mit den Senioren Weihnachtssterne basteln.
Bild: Tanja Ferrari

Schüler der Höchstädter Mittelschule wollen sich gemeinsam mit den Senioren im AWO auf die Weihnachtszeit einstimmen. Was hinter dem freiwilligen Projekt steckt.

Weihnachten ist nicht mehr weit – doch für die richtige Atmosphäre braucht es die passende Dekoration. Damit auch die Bewohner des AWO Seniorenheims in Höchstädt die vorweihnachtliche Stimmung genießen können, haben sich die Mittelschüler vor Ort etwas Besonderes einfallen lassen. „An zwei Tagen werden wir gemeinsam mit ihnen bunte Papiersterne basteln“, erklärt Schülerin Emely Hermann.

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Weil ihre Mutter dort arbeite, würde sie regelmäßig mit den Senioren Zeit verbringen, sagt die 13-Jährige. Da viele von ihnen nur selten Besuch bekämen, habe sie in der Schülerversammlung ihre Idee eingebracht. „Alle fanden den Vorschlag, gemeinsam zu basteln gut und waren sich einig, dass wir den Rentnern eine Freude machen wollen“, erzählt sie. Zwei Tage lang, jeweils vier Stunden wollen die Schüler gemeinsam basteln. „Wir wechseln uns ab, damit aus jeder Jahrgangsstufe zwei mitgehen können“, erklärt David Hipperle, der die Aktion mitorganisiert. So würden die Schüler auch nicht zu viel Unterricht verpassen.

Worauf sich die Schüler freuen

Für das Basteln der 3D-Sterne aus Papier planen die Schüler eine knappe Stunde ein. Zuerst wird das bunte Papier gefaltet, dann eingeschnitten und letztlich versetzt aufgeklappt und miteinander verklebt. Damit mit den Senioren nichts schief geht, üben die Schüler vorab fleißig. „Wir machen einen Probedurchlauf, damit jeder von uns mindestens einen Stern selbst gebastelt hat“, erzählt der 16-jährige David. So könnten die Schüler dann auch wirklich helfen, wenn es Fragen gibt.

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Dass es die ein oder andere Herausforderung geben könnte, wissen die Schüler. „Vielleicht wollen manche Senioren auch einfach nur mit uns reden oder etwas spielen“, sagt Emely. Grundsätzlich seien sie zur Unterhaltung da – egal, in welcher Form.

Wie die Aktion im Höchstädter Seniorenheim ankommt

Betreuungsassistentin Simone Bschorer vom AWO Seniorenheim freut sich über das Engagement der Schüler zur Weihnachtszeit. Sie sagt: „Ich finde es wirklich großartig, dass die Jugendlichen auf uns zugekommen sind und an die Senioren gedacht haben.“ Normal sei das nämlich nicht. In den knapp 14 Jahren, in denen Bschorer schon im Haus arbeitet, sei das noch nie vorgekommen. Dabei würden sowohl die Schüler als auch die Rentner von der Begegnung profitieren. „Beide Gruppen können voneinander lernen“, erklärt sie.

Dass sich die Bewohner besonders darüber freuen würden, wenn junge Menschen zu Besuch kämen, weiß die Mitarbeiterin. Aus diesem Grund habe sie auch sofort zugesagt, als Emely bei ihr angerufen hatte. „Es freut mich, dass die Schüler keine Berührungsängste haben“, teilt sie mit. Das sei auch für die Zukunft wichtig. Denn irgendwann einmal sei jeder alt und benötige Hilfe. Auch das Höchstädter Seniorenheim habe mit der immer kleiner werdenden Zahl an ehrenamtlichen Helfern zu kämpfen. „Wer sich bei uns einbringen möchte, ist jederzeit willkommen“, sagt sie.

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