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Wittislingen

20.08.2020

Wie das „Wittislinger Ried“ richtig gepflegt wird

Johannes Prifling führt einen Stachelwalzenbalkenmäher vor, der für eine schonende Pflege des „Wittislinger Rieds“ genutzt wird.
Bild: LBV

Spezielle Maschinen helfen bei der Bewahrung des Niedermoorstandorts. Helfer werden dringend gesucht

Im Rahmen des Fortbildungsprogrammes des Landesbundes für Vogelschutz e.V. (LBV) fand unter der Leitung von Gebietsbetreuer Harald Böck und Ferdinand Fehler (LBV-Flächenbetreuer für Schwaben) eine Exkursion ins „Wittislinger Ried“ statt. Anne Vogel von der LBV-Kreisgruppe Dillingen freute sich sehr, Flächenbetreuer des LBV aus anderen Landkreisen begrüßen zu können, die sich das Pflegemanagement für das als Natura-2000-Gebiet ausgewiesene Gebiet ansehen wollten. Das „Wittislinger Ried“ stellt einen ökologisch äußerst wertvollen Niedermoorstandort dar, welcher als Lebensraum und ökologischer Trittstein für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten fungiert.

Ehrenamtliche brauchen eine besondere Schulung

Durch das jahrzehntelange Engagement der Arbeitsgemeinschaft „Wittislinger Ried“, die sich aus zahlreichen freiwilligen Helfern der Naturschutzverbände LBV, Bund Naturschutz und NABU zusammensetzt, war in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten der Erhalt und die Entwicklung des Artenreichtums möglich, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem konnten durch großflächige Grundstücksankäufe ehemals landwirtschaftlich-konventionell genutzte Flächen in das bedeutende Natura-2000-Gebiet integriert werden. Zu einer naturschutzfachlich sinnvollen und fein abgestimmten Pflege bedarf es geschulter Personen und spezieller Maschinen.

Ein sogenannter Stachelwalzenbalkenmäher

Bei der Exkursion konnte der Landschaftspflegeexperte Johannes Prifling den staunenden Teilnehmern einen modernen Stachelwalzenbalkenmäher vorführen, welcher die Balkenmäher-Mahd maßgeblich erleichtert und durch seinen minimalen Bodendruck sowie dem sehr fein arbeitenden Messerbalken das Moor und seine Lebewesen schont. Ohne eine regelmäßige Mahd würden die Flächen verbuschen und Bodenbrüter sowie seltene Pflanzen verdrängt werden.

Harald Böck weist in diesem Zusammenhang auf die kommenden Pflegeeinsätze hin, für die vor allem für das Zusammenrechen des gemähten Streus wieder fleißige Helfer eingeladen sind.

Fleißige Helfer sind eingeladen

Termine sind die Samstage 29. August, 12. und 26. September und der 10. Oktober, evtl. auch noch der 24. Oktober. Die Akteure bitten, wenn möglich, 24 Stunden vor dem Einsatz um Anmeldung bei Harald Böck, Tel. 07322/24647, oder Carolin Stoll, Tel. 09076/958363, 0177/5253136 oder carolin.stoll@freenet.de (pm)

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