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17.11.2017

Wie geht es mit der Höchstädter Schule weiter?

Die Grundschule wird sowohl vom Schulverband Höchstädt als auch vom Landkreis mit Berufsschülern genutzt. Dass das Gebäude saniert werden muss, ist klar. Doch wer finanziert was?
Bild: VEH

Generalsanierung mit kleinem Anbau – so lautete der erste Plan. Doch wie jetzt bekannt wurde, wird das von der Regierung nicht gefördert

Alles auf neu? Zumindest ist die Sanierung der Grund- und Mittelschule in Höchstädt wieder ein großes Thema. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Regierung von Schwaben eine Förderung für den vorgeschlagenen Plan des Schulverbandes abgelehnt. Eine neue Lösung muss her. Deshalb wird im Hintergrund viel gearbeitet, vergangene Woche fand unter anderem eine interne Sitzung im Landratsamt mit allen Betroffenen statt. Heraus kam: Der geplante Anbau an die Mittelschule wird so vermutlich nicht kommen – zumindest wird dieser aktuell nicht gefördert, wie Schulverbandsvorsitzender Klaus Friegel auf Anfrage bestätigte. „Wir müssen die weitere Vorgehensweise erst besprechen. Der Anbau war eine gute Sache, wer weiß, ob er endgültig ganz vom Tisch ist“, so Friegel.

Im Februar dieses Jahres standen noch elf Millionen Euro brutto Gesamtkosten im Raum. Diese beinhalteten einen kleinen Anbau an das bestehende Mittelschulgebäude, da die nebenstehende Grundschule dort komplett integriert werden sollte. Denn: Der Landkreis ist bereits im ersten und zweiten Stockwerk der Grundschule mit der Berufsschule als Mieter im Haus. Die Idee war es, das Erdgeschoss auch noch an den Landkreis abzugeben. Gemeinsam mit dem damaligen Schulleiter, Lehrern und allen Betroffenen wurde der Plan im Frühjahr ausgearbeitet und der Regierung von Schwaben vorgelegt. „Fakt ist momentan, dass dieser Anbau nicht gefördert wird, weil das Erdgeschoss in der Grundschule ungenutzt ist und damit genutzt werden könnte“, erläutert Klaus Friegel. Sowohl die Mittel- als auch die Grundschule müssen saniert werden, alles andere werde nicht von der Regierung gefördert. Der Schulverband hat laut Friegel damit geplant, dass der Landkreis das Grundschulgebäude ganz übernehmen könnte. Weil aber das Raumprogramm für die nebenstehende Berufsschule nicht ausreicht, muss der Landkreis an seinem Gebäude anbauen. Bis 2029 ist der Landkreis noch Mieter der zwei Stockwerke der Grundschule. „Wir müssen das freie Erdgeschoss der Grundschule mitnutzen, sonst kriegen wir keine Förderung“, so Finningens Bürgermeister Friegel. Immer wieder betont er, dass die weitere Vorgehensweise aber erst im Schulverband besprochen werden müsse. „Und dann müssen wir einen Plan für die neue Sanierung machen.“

Landrat Leo Schrell erklärt in einer Pressemitteilung, dass der Kreisausschuss bereits im März 2017 einstimmig die Planung einer Aufstockung des nordwestlichen Berufsschulgebäudes, einer Generalsanierung des gesamten Schulgebäudes sowie einer Generalsanierung des Praxisteils für den Fachbereich Garten- und Landschaftsbau beschlossen hat. Grundlage dafür sei das mit der Regierung von Schwaben abgestimmte Raumprogramm, das von einem Fehlbedarf von insgesamt rund 1200 Quadratmetern Hauptnutzfläche ausgeht. Der Fehlbedarf von rund 730 Quadratmetern kann bis 2029 mit den Räumlichkeiten in der Grundschule abgedeckt werden. Bis spätestens 30. September 2018 muss die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung bei der Regierung vorliegen, so Schrell. Nur so könne gewährleistet werden, dass mit der Aufstockung des Schulgebäudes der Berufsschule im Jahr 2019 begonnen wird.

Höchstädts Zweiter Bürgermeister Stephan Karg erklärt, dass das erste Konzept „im Prinzip über den Haufen geworfen ist“. Nicht nur, weil der Landkreis das Grundschulgebäude nicht auf Dauer komplett übernimmt. Sondern auch, weil das Thema feuchter Keller und dunkle Werkräume in der Mittelschule ein Problem sei. Karg: „Auf uns wartet jede Menge Arbeit. Wir müssen bis nächstes Jahr eine neue Planung vorlegen.“ Über Kosten und eine mögliche Finanzierung könne man noch keine Aussage machen. Ob der Landkreis dann die zwei Stockwerke in der Grundschule saniert, der Schulverband den Rest? Es wäre sinnig, meint Karg. „Wenn die Bereitschaft da ist, die Sanierung so zu fördern, dann finden wir auch eine Lösung, wie wir was aufteilen. Da bin ich sehr zuversichtlich.“

Landtagsabgeordneter Georg Winter war bei einem Termin bei der Regierung von Schwaben mit dabei, in einer großen Runde habe man besprochen, wie es laufen könne – zum Wohle aller Beteiligten. Dass dabei herauskommt, dass das erste Konzept mit Anbau so nicht gefördert werde, habe ihn nicht überrascht, sagt Winter. „Vor zwei Jahren habe ich es schon gesagt und vor einem halben Jahr wieder: Ihr müsst eure Vorschläge mit der Regierung abstimmen. Dummerweise habe ich auch noch gesagt, dass die Regierung das so nicht absegnet. Aber das konnte man an einer Hand abzählen.“ Positiv sei immerhin, dass die Regierung signalisiert habe, dass die Sanierung beider Gebäude gefördert werde – mit entsprechendem Konzept. Winters Anliegen: Er wolle eine gute Förderung für die Kommune und dass möglichst alle Teile, die saniert werden müssen, auch für eine Förderung anerkannt werden. Man habe das Pferd falsch gesattelt. „Manche hören besser, manche schlechter“, so Winter.

Helmut Herreiner hofft schlicht, dass etwas geschieht. Er ist der neue Schulleiter der Grund- und Mittelschule in Höchstädt. „Dass eine Sanierung unumgänglich ist, weiß jeder. Aber die Gespräche der politischen Entscheidungsträger sind vorab notwendig. Da bin ich nicht eingebunden.“ Aber natürlich wünsche er sich eine zügige Herangehensweise. " Diese Woche

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