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DZ-Rückblick

30.04.2019

Wie in Dillingen immer mehr Lokale zu Diskotheken wurden

In den 1960er Jahren wurden immer mehr Lokale zu Diskotheken umgebaut. So auch im Jahr 1969 der Kronenkeller in Dillingen.
Bild: jdt/Repros: von Weitershausen

Vor knapp 60 Jahren wurden immer mehr Wirtshäuser zu Diskos umfunktioniert. Auch der Kronenkeller in Dillingen bekam eine neue Aufgabe.

Was passierte vor 100, 50, 30 oder 10 Jahren in unserer Region? Das Archiv der Donau-Zeitung gibt interessante Blicke und Erinnerungen frei. Unser Mitarbeiter Horst von Weitershausen hat darin geblättert.

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Vor 100 Jahren berichtete die Schwäbische Donauzeitung, dass in Kommunistenkreisen Münchens, nach anderen Darstellungen sogar im Rätekongress darüber debattiert wurde, dass Weiber von 18 bis 35 Jahren „Gemeinbesitz werden müssten“. Diese Meldung bedarf keines Kommentars, hieß es weiter und das beweise, dass die Spartakusherrschaft zur vollständigen Auflösung aller Begriffe von Recht, Ordnung und Sitte führe und in dem scheußlichen Wahnsinn ende.

So niedrig war die Arbeitslosenquote vor 50 Jahren

„Arbeitskräftebedarf vor neuem Höhepunkt“. Mit dieser Überschrift berichtete die Donau-Zeitung vor 50 Jahren über den überraschend schnellen Abbau der Saisonarbeitslosigkeit trotz der teilweise ungünstigen Witterung im März. In großer Zahl waren laut Arbeitsamt die über den Winter entlassenen männlichen und weiblichen Arbeitskräfte wieder eingestellt worden. Im Landkreis Dillingen waren zu dieser Zeit 1745 offenen Stellen gemeldet, demgegenüber standen insgesamt 156 Arbeitslose.

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Dillingen vor 30 Jahren: Die Verschuldung im Kreishaushalt nahm zu

Vor 30 Jahren berichtete die Donau-Zeitung über eine weitere Verschuldung im Kreishaushalt, was Landrat Anton Dietrich mit den Aorten „Eine Investition in die Zukunft“ kommentierte. In diesem Zusammenhang fügte der Landrat hinzu, dass die Verschuldung bereits im Kreisetat 1990 zurückgefahren werden solle. Als vordringlichste Aufgaben für die Zukunft hatte Dietrich Investitionen in die Bildung, Ausbildung sowie die Modernisierung der Krankenversorgung angesprochen. Dies sei jedoch nur durch eine neuerliche Kreditaufnahme über 7,35 Millionen Mark zu finanzieren. Eine klare Absage erteilte der Landrat der Vermutung, der Landkreis unternehme eine Kursänderung in Richtung einer dauerhaften, überdurchschnittlichen Verschuldung.

Schwerpunkt der Landkreisausgaben war im Jahr 1989 Lauingen. Neben der Investition in das Krankenhaus musste auch die Berufsschule erweitert werden.
Bild: Archivbild: von Neubeck

„Bisher keine fachliche Erklärung“ hieß es in der Donau-Zeitung vorzehn Jahrenzum Thema“ höhere Sterblichkeit im Landkreis Dillingen.“ Laut Statistik rangierte der Landkreis Dillingen bei der durchschnittlichen Lebenserwartung im Schwaben-Vergleich an letzter Stelle. Grünen Landtagsabgeordnete Christine Kamm vermutete einen Zusammenhang zwischen einem Störfall im KKW Gundremmingen im Jahr 1977 und der niedrigen Lebenserwartung in Dillingen.

Dr. Ute-Maria Kastner, Leiterin im Gesundheitsamt Dillingen schließt jedoch auf Anfrage unserer Zeitung die Kernkraft und damit eine erhöhte Radioaktivität als Ursache aus. Zur weiteren und vertieften Erklärung des Zusammenhangs möglicher regionaler Gesundheitsunterschiede und der Lebenserwartung sei aus fachlicher Sicht eine Untersuchung sinnvoll. Man müsste die verschiedenen Dimensionen des Problems angehen, beziehungsweise in verschiedenen Richtungen nach Antworten suchen.

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