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Blindheim

13.09.2020

Wie sich Blindheim entwickeln soll

Der Blindheimer Gemeinderat hat seine Sitzung vom Rathaus in die Gemeindehalle verlegt.
Foto: Gemeinde Blindheim

Plus Ein neuer Flächennutzungsplan soll her, und mit der Dorferneuerung geht es auch voran. Was die Bürger in naher Zukunft noch alles erwartet.

Mit den Worten „Es wird ein arbeitsreicher Herbst“ startete der Blindheimer Bürgermeister Jürgen Frank die erste Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause. Zu den vielen Aufgaben gehört etwa der neue Flächennutzungsplan für die Gemeinde, deren bisheriger nun rund 32 Jahre alt sei. „Das wird ein längerer Prozess, in dem wir entscheiden müssen, wie wir uns als Gemeinde weiterentwickeln wollen“, erklärte Frank den Anwesenden.

Gemeinderat und Anwohner

Bereits vor den Kommunalwahlen habe es einige Beschlüsse gegeben, die den Start der Neuaufstellung in die Wege leiteten. Für den Bürgermeister wäre der Einstieg in den Prozess nächstes Jahr direkt in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro weitergegangen, welches im Oktober hätte ausgewählt werden sollen. Die Wählergruppe FWBUW, vertreten durch Ratsmitglied Michael Audibert, stellte sich die Sache jedoch etwas anders vor. So solle ein Planungsbüro erst am Ende hinzugezogen werden, da sich der Gemeinderat und die Anwohner besser auskennen würden. Diese sollten Vorarbeit leisten und sich zunächst selbst Gedanken dazu machen, während mehrere Informationsseminare zu der Thematik besucht werden sollten.

Frank und einige Ratsmitglieder stimmten diesem Wunsch grundlegend zu, jedoch wurde auch geäußert, dass der Prozess trotzdem von Anfang an von einem Planungsbüro begleitet werden solle. Beschlossen wurde letztendlich, dass die Entscheidung nach dem Besuch der Ratsmitglieder eines Seminars und der Vorstellung von drei Planungsbüros getroffen werden soll.

Nebelbachstuben befindet sich im Wiederaufbau

Auch mit dem Wiederaufbau in den Nebelbachstuben gehe es voran. So wurde beschlossen, eine Akustikdecke einbauen zu lassen, um den Hall im Gastraum zu verringern. Zudem kann damit die Verputzung gespart werden, die fast die Hälfte der neuen Decke gekostet hätte. Die Kosten für eine neue Theke übernehme größtenteils die Versicherung, jedoch nicht die gewünschte Gläserspülmaschine, die verbaut werden soll. Es wurde beschlossen, dass zwar eine gekauft werden soll, jedoch nicht das von den Handwerkern vorgeschlagene Modell für rund 6000 Euro, sondern ein günstigeres. Auch der Anbringung einer Schiene an den Fenstern entlang wurde einheitlich zugestimmt. Diese könne benutzt werden, um etwa Vorhänge oder Bilder aufzuhängen.

Für die Unterglauheimer Hahlengasse stellte ein Anwohner den Antrag, das Tempolimit auf 30 Stundenkilometer zu senken. Für die Ratsmitglieder überraschend: Bei der Straße handelt es sich um eine Sackgasse, weshalb normalerweise kein Durchfahrtsverkehr herrschen sollte. Somit seien die Betroffenen der Begrenzung größtenteils die Anwohner selbst. Stimmen aus dem Rat meinten, die Anwohner sollten deshalb lieber miteinander reden, außerdem solle der Schilderwald nicht noch vergrößert werden. Auch wurde infrage gestellt, ob ein Schild in diesem Fall überhaupt etwas bringen würde. Bürgermeister Frank wollte trotzdem wie üblich vorgehen: Eine Anliegerbefragung starten und, falls die Mehrheit dafür wäre, die Begrenzung umsetzen. Sechs der anwesenden Ratsmitglieder stimmten ihm zu, vier waren dagegen.

Dorferneuerung in Unterglauheim

Ebenfalls in Unterglauheim wird eine Dorferneuerung geplant. Im Moment fände die Vorbereitungsplanung statt, danach entscheide man, in welchem Ausmaß diese stattfinden solle. Frank zufolge werde die Dorferneuerung umfassend und könne bis zu zehn Jahre dauern.

Der Obst- und Gartenbauverein bat aufgrund der Coronalage, dass die Mietkosten der Gemeindehalle für eine Veranstaltung mit dem Kabarettisten Wolfgang Krebs erlassen werden würden. Damit waren alle einverstanden.

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