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25.07.2016

Wie sicher sind Großveranstaltungen im Kreis?

Nach dem Terroranschlag in München hatten die Veranstalter des Donauside-Festivals, das am Samstag in Dillingen stattfand, ein mulmiges Gefühl, vertrauten aber auf ihr Sicherheitskonzept.
Bild: Aumiller

Anschlag Was die Polizei und der Dillinger Kulturring nach der Tat in Ansbach sagen

Landkreis Hunderte von Menschen feierten am Wochenende in Dillingen. Am Freitag beim Konzert mit Sarah Straub, am Samstag dann beim Donauside-Festival im Schlosshof. Einen Tag, nachdem der Amoklauf von München die Welt erschütterte. Natürlich mache man sich angesichts solcher Nachrichten mehr Sorgen als Veranstalter, sagt Alfred Saur vom Kulturring. „Das belastet einen schon.“

Letztlich habe man aber die Entscheidung getroffen, dass das Donauside wie geplant stattfindet. „Da stellt sich immer die Frage, ob man sich wegen dieser Wahnsinnstaten von Einzelnen ein solches Festival vermiesen lassen soll.“ Die Dillinger entschieden sich dafür, ein Zeichen zu setzen. Auch, weil man vom Sicherheitskonzept überzeugt war. Das, sagt Saur, habe man schon lange im Vorfeld besprochen und auch noch einmal am Tag selbst. Insgesamt acht Securitys waren eingesetzt, daneben zehn weitere Personen im Überwachungsbereich, die etwa bei den Zugangs- und Taschenkontrollen im Einsatz waren. Der große Vorteil des Schlosshofes ist für Saur vor allem, dass es neben dem Haupteingang nur zwei weitere Zugänge gibt, die als Notausgänge gesichert waren. „Das ist im Vergleich zu einem Festivalgelände viel leichter zu überwachen.“ Trotzdem sagt Saur unter dem Eindruck des Bombenanschlags von Ansbach am Sonntag klar: „Eine solche Tat eines Einzeltäters hat man nicht im Griff.“

Nach den Ereignissen in München, Reutlingen und Ansbach wird die Polizei im Landkreis an den bestehenden Sicherheitskonzepten zunächst nichts verändern. Dafür sei es noch zu früh, sagt Polizeisprecher Manfred Thiel. „Da muss man abwarten, wie sich die Lage entwickelt und was vom Innenministerium kommt.“ Er verweist aber auch darauf, dass die Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen im Kreis in den vergangenen Jahren immer engmaschiger geworden sind. Da werde im Vorfeld gemeinsam mit dem Veranstalter genau besprochen, um was für eine Art von Veranstaltung es sich handelt und wie das individuelle Sicherheitskonzept dafür gestrickt sein muss. Mehr und mehr Veranstalter arbeiten laut Thiel heute mit Securityfirmen. „Die Lage ist damit für uns als Polizei wesentlich besser geworden. Wir haben mit solchen Veranstaltungen kaum noch Probleme.“ Auch die Bevölkerung habe mittlerweile Verständnis für Zugangs- und Taschenkontrollen: „Da haben viele vor Jahren noch gemotzt.“ "Kommentar

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