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Vortrag

15.06.2018

Wie unsere VorfahrenEisen herstellten

Ein Rennofen steht im Dillinger Stadt- und Hochstiftmuseum.
Bild: Stadtmuseum

Aktion im Dillinger Hochstiftmuseum

Interessantes zur Geschichte der Heimat können Besucher des Dillinger Stadt- und Hochstiftmuseums Dillingen am Sonntag, 17. Juni, erfahren. Dann gibt es dort um 15 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Vom Bohnerz zum Barren“ Überblick über Methoden der Erzverarbeitung. Seit dem ersten vorchristlichen Jahrtausend bis zur beginnenden Neuzeit haben Kelten, Römer, Alemannen und Franken in unserer Gegend Eisen hergestellt. Sie nutzten dazu ein Verfahren, mit dem sie aus den hier vorhandenen Rohstoffen schmiedbaren Stahl erzeugen konnten.

Auf den Höhen des oberen Bachtals fanden sie das Bohnerz, in sumpfigen Wiesen im Donautal das Raseneisenerz. Die Buchenwälder auf der Alb wurden zu Holzkohle verschwelt. Vor fast genau zehn Jahren führten die Mitglieder des Museumsarbeitskreises im Schlossgarten einen Feldversuch durch, der zeigte, wie mühsam die Verhüttung im Rennverfahren war.

Der Vortrag am Sonntag um 15 Uhr gibt einen Überblick über die verschiedenen Erze, den Aufbau eines Rennofens und die wichtigsten chemischen Vorgänge, bis aus der sogenannten „Luppe“ brauchbares Schmiedeeisen entsteht. Die Spitzbarren aus Eisen wurden als Handelsgut weitergegeben. Ein „Ruhrgebiet“ ist aus dem Dillinger Land allerdings nicht geworden. Im Aalener Revier entstanden wie auch in der Oberpfalz neue Verfahren zur Gewinnung von Gusseisen und Stahl. Das Stadt- und Hochstiftmuseum befindet sich in Dillingen Am Hafenmarkt 11 und hat jeden zweiten Sonntag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet. (pm)

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