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Mödingen

21.11.2016

Wieder Lichterglanz in Maria Medingen

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Lichterglanz schon vor dem ersten Advent: Die romantische Atmosphäre im Kloster Maria Medingen genossen am Wochenende erneut viele Besucher.

Nach dem Klosterbrand fiel der romantische Adventsmarkt voriges Jahr aus. Jetzt ist Normalität zurückgekehrt. Franziskanerinnen hoffen auf ein Weihnachtsgeschenk

Es ist der erste, große Adventsmarkt der Saison in der Region – und dazu noch einer der schönsten: Viele Besucher haben am Wochenende die romantische Atmosphäre im Hof des Klosters Maria Medingen genossen. Im vergangenen Jahr hatten Adventsmarkt-Fans auf die Veranstaltung verzichten müssen. Denn den Helfern des Fördervereins und des Elternbeirats des Kindergartens St. Clara war nach dem verheerenden Klosterbrand in Maria Medingen im Juli des vergangenen Jahres nicht danach zumute, einen Adventsmarkt auszurichten. „Wir haben entschieden, ein Jahr auszusetzen“, sagt Fördervereinsvorsitzender und Cheforganisator Franz Mayr. Weil sein Sohn Franz Johannes, der inzwischen 18 Jahre alt ist, als erstes Kind mit einem Downsyndrom einst in den Kindergarten St. Clara aufgenommen wurde, hatte Mayr die Idee, einen Adventsmarkt zugunsten der Einrichtung auszurichten.

Der Start zum elften Klostermarkt, bei dem sich auch in diesem Jahr mehr als 100 Helfer engagieren, ist am Samstag allerdings etwas durchwachsen: Weil das Wetter nicht so recht mitspielt und es vor Beginn geregnet hat, bleibt das sonst übliche Gedränge zunächst aus. Dennoch lassen sich viele Besucher von dem vorweihnachtlichen Flair begeistern. Die Ziertheimerin Antonie Schiefnetter etwa schwärmt: „Es ist einfach schön hier in dem abgeschlossenen Klosterhof.“ Der Adventsmarkt in Maria Medingen sei schöner als der Stuttgarter Weihnachtsmarkt, sagt die Gewerkschafterin. Und auch dem Finninger Franz Keis hat es die heimelige Atmosphäre angetan. Zu den Gästen zählt auch Landrat Leo Schrell, und auch der Europaabgeordnete Markus Ferber besucht den Klostermarkt. „Er war total begeistert“, sagt Mayr.

Das kulinarische Angebot reicht von Pizza, Rahmfleck und Waffel bis zum Glühwein. Es gibt zuhauf Advents- und Weihnachts-Deko und für Besucher eine Menge Geschenkideen. Karl Beck aus Oppertshofen beispielsweise hat Kerzen aus Birkenholz für den Adventsmarkt gebastelt. Margit Mindach und die Schwestern Linet und Liane bieten warme Socken an. Der Erlös aus dem Verkauf geht an arme Kinder in Brasilien und Indien. Schwester Helene bietet an einem anderen Stand Weihnachtssterne an, die sie mit Schwestern gebastelt hat. Für Buben und Mädchen gibt es den „Stern Franziska“ auch mal umsonst. „Die Kinder haben eine solche Freude, wenn ich ihnen einen Stern schenke“, sagt Schwester Helene.

Auf ein Ereignis freuen sich auch die Franziskanerinnen: Sie wollen wieder ihre Zimmer im Kloster beziehen. Ihre Räume waren bei dem Brand unbewohnbar geworden. Schwester Helene ist mit Prognosen allerdings vorsichtig. Die Franziskanerinnen hätten ja schon an Weihnachten des vergangenen Jahres und an Ostern in ihre Zimmer zurückkehren wollen. Schwester Helene sagt: „Wir hoffen, dass es jetzt dieses Jahr ein Weihnachtsgeschenk wird.“

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