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30.07.2020

Wieder werden Landkreisbewohner Opfer von Betrug

Erneut sind Bewohner des Landkreises Dillingen Opfer von Internetbetrug geworden. Immer wieder warnt die Polizei vor unseriösen Anbietern.
Bild: Wyszengrad (Symbol)

Betroffene verlieren erneut Geld an unseriöse Internetanbieter. Diese Tipps hat die Dillinger Polizei

Im Landkreis Dillingen häufen sich derzeit Fälle von Internetbetrug. Wieder meldete die Polizei mehrere derartige Vorfälle.

Ein 49-jähriger Einwohner einer westlichen Landkreisgemeinde erstand demnach am 15. Juli über ein Online-Kleinanzeigenportal eine Herrenarmbanduhr und überwies den Kaufpreis in Höhe von 350 Euro. Nachdem die Ware nicht geliefert wurde, erstattete der 49-Jährige Anzeige. Ein 28-jähriger Landkreisbürger hatte bereits am 11. Juni in der Annahme, zwei Schreibtische zu erwerben, über einen Bezahldienst rund 40 Euro an einen Internet-Anbieter überwiesen. Geliefert wurde laut Polizei aber lediglich eine Packung billiger Abstandshalter für ein Notebook. Einen weiteren Fall von Warenbetrug erlebte eine 48-Jährige aus dem östlichen Landkreis. Diese war am 11. Juli auf der Seite eines vermeintlichen Internetanbieters für Zigaretten und überwies einen Geldbetrag in Höhe von 121 Euro auf ein spanisches Konto. Die Zigaretten wurden nicht geliefert. Wie sich nach Angaben der Polizei herausstellte, war die 48-Jährige dem Betreiber eines Fakeshops aufgesessen. Auf der Webseite des Betrügers war weder Impressum noch Adresse verzeichnet. Als Bezahlmethode war ausschließlich Vorkasse möglich. Die geprellte 48-Jährige erstattete Anzeige.

Die Dillinger Polizei hat angesichts der Häufung solcher Vorfälle kürzlich erklärt, wie man sich am besten vor Warenbetrügern schützen kann (wir berichteten). Zum einen sollte man vor einem Kauf im Internet unbedingt einen Blick ins Impressum der Seite riskieren. Dort müssen Adressen und Namen der verantwortlichen Firma oder Person stehen, und oft auch eine Telefonnummer. Zum anderen sollte man vor allem bei der Zahlungsmethode aufmerksam sein. Wer sich als deutscher Händler ausgibt, das Geld aber in ein anderes Land überwiesen haben will, könnte unseriös sein, so die Polizei. Wer sich näher über bestimmte Verkaufsplattformen informieren will, kann auch zu Suchmaschinen greifen: Einfach den Namen des vermeintlichen Händlers eintippen und schauen, welche Erfahrungen andere Käufer gemacht haben. Wer bereits Geld an einen Betrüger überwiesen hat, sollte laut Polizei umgehend bei seiner Bank oder dem jeweiligen Dienstleister nachfragen, ob die Zahlung noch rückgängig gemacht werden kann. Zudem sollten alle Beweise (also Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails, Belege) gespeichert und ausgedruckt werden. Mit den gesicherten Unterlagen sollten sich Betrugsopfer dann an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten.

In der Region gab es zudem zwei auffällige Anrufe. Am Dienstag gegen 10 Uhr wurde laut Polizei die Bewohnerin einer östlichen Landkreisgemeinde auf ihrem Festnetz von einer unbekannten, englisch sprechenden Frau angerufen, die sich als Microsoft-Mitarbeiterin ausgegeben hatte. Die Angerufene durchschaute sogleich die Betrugsmasche und legte auf. Die angezeigte Rufnummer war nicht vergeben, sodass es sich bei dieser um eine gespoofte, also manipulierte Telefonnummer gehandelt haben dürfte.

Am Dienstagmittag erhielt eine Einwohnerin, ebenfalls aus dem östlichen Landkreis, einen Telefonanruf. Die angezeigte Nummer hatte nach Angaben der Polizei Stuttgarter Vorwahl. Nachdem eine Bandansage ertönte und vorgegeben wurde, dass ein Vollzugsbescheid einer Stuttgarter Vollzugsstelle gegen die Frau vorliegt, wurde sie angewiesen, für weitere Informationen eine Taste auf ihrem Telefon zu drücken. Nachdem die Angerufene dem nachkam, kam es zu einer weiteren Bandansage mit beleidigenden Worten. Die Frau legte auf und meldete den Vorfall bei der Polizei. (pol, mayjo)

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