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Dillingen

25.01.2018

Wildschwein verirrt sich in Dillinger Modegeschäft

Ein Wildschwein ist am Donnerstag in den C&A in Dillingen gestürmt.
Bild: Jakob Stadler

Ein Wildschwein ist in den C&A in der Dillinger Kapuzinerstraße gerannt. Das Tier wurde erschossen. Offenbar ist es bei einer Treibjagd in der Nachbarstadt Lauingen ausgerissen.

Ein Wildschwein ist in ein Modegeschäft in der Dillinger Kapuzinerstraße gestürmt. Das Tier wurde am Donnerstagnachmittag erschossen. Menschen wurden nicht verletzt.

„Wo kommt denn da ein Wildschwein her?“, fragt Sandra Huber, die vor dem Laden steht und die Polizisten und Feuerwehrleute im Inneren beobachtet. Huber ist Augenzeugin. Sie arbeitet im Telekom-Shop um die Ecke, hat in einer kurzen Pause im Geschäft nach Klamotten gesucht. „Ich habe mir da drüben einen Pulli angeschaut“, erklärt sie und zeigt auf die rechte Ladenseite. „Dann habe ich gehört, wie irgendetwas gegen die Scheibe geknallt ist.“ Das sei der Moment gewesen, in dem sie es gesehen hat. Ein ausgewachsenes Wildschwein rannte wie wild im Ladeninneren vor dem Schaufenster entlang. Huber und die anderen Kunden hätten sofort auf der Kassentheke Schutz gesucht, erzählt sie. 16 Menschen befanden sich laut Polizei in dem Geschäft, als das Schwein hereinrannte. Ein Teil floh auch in den zweiten Stock.

Polizisten erlegten das Wildschwein

Die Polizei war schnell vor Ort und hat das Tier erlegt. Der Laden wurde geschlossen. Am Fenster sind Blutspuren zu sehen, eine Schaufensterpuppe wurde umgeworfen.

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Schon etwas früher hat Uwe Pranghofer das Tier gesehen. Er wohnt im Wachtelweg, und war gerade am Telefonieren. „Dann läuft da ein Wildschwein vorbei. Richtung Innenstadt. Ein richtig großes!“ Pranghofer hat sofort die Polizei angerufen. Kurz danach habe er zwei Jagdhunde entdeckt, auf der Straße, ebenfalls auf dem Weg in Richtung Innenstadt. Die Hunde waren verletzt. Pranghofer sagt, er habe den Jäger informiert – die Nummer stand auf dem Halsband. Der habe die Hunde abgeholt.

Hier lebte es noch: Das Schwein im Schaufenster des Modegeschäftes.
Bild: Filippo Muscatello

Das Tier stürmte auch in eine Apotheke

Laut Polizei hat das Tier auf dem Weg in die Innenstadt auch an anderen Stellen Schaden angerichtet. Die erste Meldung erhielten die Polizisten um 14.55 Uhr – wohl von Pranghofer – aus dem Wachtelweg. Dann vom Auweg, kurz danach Am Stadtberg und schließlich aus der Kapuzinerstraße. Bevor die Bache in den C&A rannte, rammte sie einen VW, der vor dem Geschäft geparkt war. Das ohnehin verbeulte Auto wurde wohl nicht weiter beschädigt.

Das Modegeschäft war nicht der erste Laden, in den das Schwein gerannt ist. Auch in die Rosenapotheke war es bereits gestürmt – dort hielten sich gerade zehn Menschen auf. Laut Polizei wollte es aus der hinteren Tür wieder nach draußen, doch die automatische Schiebetür war zu langsam für das Schwein. Es prallte gegen das Glas und richtete einen großen Schaden an. Dabei verletzte sich das Tier auch.

Sicher ist es noch nicht, woher das Wildschwein kommt. Aber es spricht einiges dafür, dass es aus Lauingen nach Dillingen geflohen ist. In Lauingen fand laut Polizei eine Drückjagd statt. Dort sei ein Wildschwein ausgebüchst, das möglicherweise angeschossen war.

Um 15.55 Uhr wuchten Feuerwehrmänner eine blutige Plastikfolie aus dem Nebeneingang des Modegeschäftes und in einen Lastwagen. Die tote Sau wird zu einem Metzger gebracht und untersucht. Sie wies neben den zwei Einschusswunden durch die Polizeiwaffe noch weitere Verletzungen auf. Die könnten jedoch auf der Flucht entstanden sein. Eine weitere Schussverletzung durch eine Jagdwaffe konnte nicht festgestellt werden.

Insgesamt verursachte die Wildsau einen geschätzten Gesamtschaden von etwa 10.000 Euro. Alle anwesenden Personen kamen mit dem Schrecken davon.

Hier lesen Sie Artikel zu anderen Vorfällen mit Wildschweinen:

Diesen Weg nahm das Wildschwein in Dillingen:

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26.01.2018

Das war für die Sau jetzt auch kein Spaß. Von 2 Hunden durch eine Stadt gehetzt werden. Außerdem hatte die Sau richtig große Zitzen, vermutlich also Nachwuchs! Die darf jetzt gar nicht bejagt werden!

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