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Lutzingen/Höchstädt

23.01.2019

Wildunfall mit Folgen

Bei Lutzingen ist ein Fuchs gleich zweimal überfahren worden, weil die Autofahrerin den ersten Unfall nicht gleich gemeldet hatte.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Die Polizei warnt eindringlich davor, überfahrene Tiere liegenzulassen. Bei Lutzingen ist genau das passiert.

Zwei Wildunfälle haben sich am Dienstagmorgen ereignet – in beiden Fällen machten die Autofahrer nach Angaben der Polizei etwas Entscheidendes falsch: Um 6.40 Uhr war eine 24-jährige Pkw-Fahrerin auf der Staatsstraße 2212 von Lutzingen in Richtung Höchstädt unterwegs, als ihr ein Fuchs vor das Fahrzeug lief. Das Tier wurde dabei vom Pkw erfasst und überrollt. Anstatt an der Unfallstelle zu warten und diese abzusichern, fuhr sie weiter und informierte verspätet die Polizei.

Der zweite Wagen, der über den Fuchs fuhr, wurde beschädigt

In der Zwischenzeit war ein nachfolgender 26-Jähriger mit seinem Auto ebenfalls über den Fuchs gefahren und hatte sich dabei den Unterbodenschutz beschädigt. Die zwischenzeitlich verständigte Streife musste der Fuchs schließlich von der Fahrbahn räumen, um weitere Unfälle zu vermeiden. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 2000 Euro.

Gegen 07.30 Uhr wurde zudem ein totes Reh auf der Aislinger Straße auf Höhe der Baggerseen gemeldet. Auch hier war das Reh von einem bislang unbekannten Fahrzeug erfasst und auf der Fahrbahn zurückgelassen worden. Das Tier musste ebenfalls von einer verständigten Streife von der Fahrbahn geräumt werden.

Die Polizei Dillingen teilt dazu mit, dass auch bei Wildunfällen der Unfallbeteiligte immer verpflichtet ist, die Unfallstelle entweder selbstständig zu räumen oder abzusichern. In jedem Fall sei es nicht ausreichend, den Unfall nachträglich telefonisch zu melden und das überfahrene oder angefahrene Tier auf der Fahrbahn zurückzulassen. Dieses stelle eine erhebliche Gefahr für nachfolgende Fahrzeuge dar und könne zu weiteren Unfällen führen. Der Unfallschaden sollte durch die hinzugerufene Polizei festgestellt werden, die im Anschluss eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen kann. Durch die Beamten wird auch der zuständige Jagdpächter verständigt. Dieses ist besonders wichtig, wenn angefahrene Tiere nach einem Unfall fliehen und möglicherweise verletzt sind. (pol)

Im Landkreis Dillingen ereignen sich im Schnitt sehr viele Wildunfälle:

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