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Wiesn-Absage

19.09.2020

Wir feiern die Trachten – auch ohne Oktoberfest

Claudia Staudenecker aus Bachhagel verbringt jeden Tag auf der Wiesn. Doch heuer bleiben die Dirndl im Schrank – oder?
Bild: Weber/Archiv

Wer noch einen Anlass sucht, sich endlich in Lederhose und Dirndl zu werfen, wir hätten einen. Machen Sie mit bei unserer Aktion!

An diesem Wochenende wäre es wieder soweit gewesen: Mit einem kräftigen „O’zapft is!“ wäre das Münchner Oktoberfest eröffnet worden. Doch wegen der Corona-Pandemie fällt ein zünftiger Wiesnbesuch mit Ochsenbraten, Maß und Riesenrad aus.

Klar, nicht jeder fühlt sich vom größten Volksfest der Welt angezogen. Doch vielen fehlt jetzt etwas. Nicht nur Einnahmen, die wegbrechen. Für manche gehört die Wiesn einfach zum Jahr wie Ostern und Weihnachten. Umso größer ist dann der Schmerz heuer. Etwa bei Claudia Staudenecker, der Wiesn-Mutti aus Bachhagel. „Ich bin fast suizidgefährdet, es ist furchtbar“, sagt sie. Jahr für Jahr hat sie ihren Urlaub in die Wiesn-Zeit verlegt und dort dann alkoholfrei jeden Tag verbracht. Und jetzt? „Ich treffe den Wiesn-Schurli aus Österreich in München – und geh natürlich im Dirndl.“

Geburtstag in der Wiesnzeit

Immerhin. Ausgerechnet ihr Geburtstag fällt auch immer in die Wiesnzeit. Auf ein Fest daheim hat Staudenecker keine Lust. Wenn andere sagen, ihr Urlaub sei jetzt entspannter, oder auf das neue Auto kämen jetzt weniger Kilometer, es tröstet die Bachhaglerin kaum. Sie leidet. Erst kürzlich bekam sie eine Oktoberfest-Tasse von der Käferschenke als Trostpflaster geschenkt. Das habe sie zutiefst gerührt. Daheim rumsitzen will sie trotzdem nicht. Sie werde mehrmals im Dirndl nach München fahren. Vielleicht sei in der ein oder anderen Kneipe etwas los. „Da treffe ich bestimmt ein paar Bekannte“, ist sie zuversichtlich. Denn über Facebook stünde sie mit anderen Leidensgenossen in Kontakt. Trotz dieser Vorteile überwiege der Nachteil.

Schicken Sie uns Ihre Fotos

Doch ein bisschen zünftige Stimmung können wir durchaus in die Zeitung holen – mit Ihren Wiesnfotos und Erinnerungen an denkwürdige Oktoberfestabende! Na, war da nicht was 198...? Oder 200...? Erzählen Sie uns Ihre Geschichten – und schicken Sie uns Ihre Fotos. Wir sammeln bis Donnerstag, 1. Oktober, Ihre Erinnerungen und veröffentlichen Sie dann in der Zeitung und im Internet. Wie Sie mitmachen können? Schicken Sie uns am besten eine E-Mail mit ihrem Foto an trachten@donau-zeitung.de

Denken Sie dabei bitte unbedingt an Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer. Die Fotos sollten nicht kleingerechnet sein. Schicken Sie bitte Ihr Originalbild im .jpg-Format. Denn über das Weiterschicken etwa per Whatsapp wird es leider so kleingerechnet, dass wir es dann nicht mehr veröffentlichen können. Das Foto sollte mindestens ein MB groß sein.

Ein kühles Bier

Dieses Mal wird nichts verlost. Denn welcher Gewinn hätte schon gepasst? Genau. Ein Wiesngutschein. Aber es ist ja kein Oktoberfest. Bleibt uns nur das Hoffen auf einen sonnigen Altweibersommer, ein kühles Bier und dann singen wir gemeinsam ein leises, aber inniges „Prosit der Gemütlichkeit“ dazu. Zum Trost.

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