Newsticker

Staatsregierung mahnt: Corona-Regeln gelten auch für Nikolaus
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Wittislinger SPD erstellt Plan für ehemalige Deponie

Schuttplatz

30.11.2017

Wittislinger SPD erstellt Plan für ehemalige Deponie

Der ehemalige, 1988 abgedichtete Schuttplatz an der Ziertheimer Straße.
Bild: Sing

Der ehemalige Ablagerungsplatz am Schabringer Weg in Wittslingen muss abgedichtet werden. Die Sozialdemokraten stellen Forderungen

Bei schwierigen Themen müssen die kommunalen Gremien zusammenstehen und aufeinander hören. Diese Auffassung brachte die Gemeinschaft von SPD/Unabhängige Bürger bei der Zusammenkunft im ehemaligen Gasthaus Hirsch zum Ausdruck. So ein Thema sei zur Zeit das Abdichten des ehemaligen Ablagerungsplatzes für Erdaushub- und Baumaterialien am Schabringer Weg.

Jahrzehntelang gab es einen sogenannten Schuttplatz an der Ziertheimer Straße. Es gab schließlich bis Anfang der 1980er-Jahre keine Müllabfuhr wie heute. Wie in allen anderen Orten wurde deshalb jeder denkbare Abfall von der Zahnbürste über Gartenabfälle bis zum Autokotflügel und Bauschutt zum Ziertheimer Platz gebracht. 1988 wurde der Betrieb dieses Platzes eingestellt. Der Platz wurde mit Lehm satteldachförmig abgedeckt und angepflanzt. Alle zuständigen Ämter und Behörden waren mit diesem Vorgehen einverstanden. Am Fuß des Platzes liegt seit 35 Jahren eine Grundwassermeßstelle, die Ergebnisse waren immer gut. Nun ging es darum, einen neuen Platz zu finden. Und die Entscheidung fiel auf den Platz am Ende des Schabringer Weges. An diesem Platz hatte eine Nordendorfer Firma nach dem Krieg Tuffsand abgebaut.

Als dieser Platz am Schabringer Weg 1988 als Ablagerungsplatz für Erd- und Steinmaterial genehmigt wurde, war von späteren Abdeckungen nicht die Rede. Erst im Jahre 1996 erfolgten die ersten Anordnungen für eine Oberflächenabdeckung. Vonseiten der Städte und Gemeinden gab es allerdings gewaltigen Gegendruck mit dem Ergebnis, dass diese Anordnung ausgesetzt wurde. Im Jahre 2009 wurden dann die Anforderungen an Betrieb und Stilllegung erstmalig gesetzlich geregelt. Aufgrund dessen stellten die meisten Kommunen den Betrieb ihrer Deponien ein.

Somit zeichnete sich auch das Ende des Ablagerungsplatzes am Schabringer Weg ab. Vor der abschließenden Platzgestaltung mussten Bohrungen durchgeführt werden. Dabei stellte sich heraus, dass an einigen Stellen Kohlenwasserstoffmaterialien auftauchten. Die Vorgabe des Wasserwirtschaftsamtes war daraufhin, dass eine dreischichtige Abdichtung unerlässlich ist. Es war von 600000 Euro Kosten die Rede. Die Gemeinschaft von SPD/Unabhängige Bürger vertritt daraufhin folgende Vorgehensweise: 1. Zuerst muss geklärt werden, wo und in welcher Konzentration diese Kohlenwasserstoffe auftreten.

2. Der Öffentlichkeit muss erklärt werden, worin die mögliche Grundwassergefährdung bestehen könnte.

3. Wenn diese Kohlenwasserstoffe nur an einigen Stellen auftauchen, so können diese Bereiche intensiver abgedichtet werden, die anderen Bereiche dagegen normaler.

4. Eine klare Hilfe sind die Grundwassermessstellen am Schabringer Weg, die keine Beeinträchtigung des Grundwassers aufweisen.

5. Über Jahre hinweg wurden die Ränder des Platzes angepflanzt, dieser Baum- und Buschbestand muss erhalten bleiben.

6. Zusammenstehen und Aufeinanderhören bedeutet, dass harte Verhandlungen geführt werden müssen. Die jetzige Begründung auf eine aufwendige dreischichtige Abdichtung kann nicht so ohne Weiteres hingenommen werden, heißt es in der Pressemitteilung. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren