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Statistik

24.03.2015

Wo fühlen sich Touristen wohl?

Der Landkreis hat viel zu bieten, doch für viel mehr Besucher ist im Sommer kaum Platz

Es kommen immer mehr Touristen in den Landkreis Dillingen, doch immer weniger bleiben länger. Insgesamt 84591 Gäste haben 2014 die Region besucht, das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes sagen auch: 3,2 Prozent Gäste weniger haben öfter übernachtet.

Angelika Tittl, Geschäftsführerin von Donautal-Aktiv, und Landrat Leo Schrell gehen insgesamt von höheren Zahlen aus: Denn in der Statistik finden sich nur Städte wieder, die mindestens drei Betriebe mit je über zehn Betten haben. Private Anbieter oder Städte mit weniger Betrieben kommen gar nicht vor. Doch gerade in diesem Bereich ist der Landkreis stark, betont Leo Schrell: „Während die Zahl der Betten in großen Betrieben von 1740 im Jahr 2004 auf 1611 im Jahr 2014 sank, stieg im Gegensatz dazu die Zahl der Privatanbieter. Knapp 60 gibt es inzwischen insgesamt.“ Die Statistik verrate deswegen nur eine halbe Wahrheit. „Von Mai bis September ist hier alles ausgebucht, definitiv“, betont der Landrat.

Angelika Tittl weiß, dass zu den gezählten Touristen auch Lehrer gehören, die die Dillinger Akademie besuchen, oder Besucher des Lauinger Bildungszentrums. „Aber auch die sind wichtig, denn jeder, der ein Mal beruflich in der Region war, kommt privat vielleicht wieder.“ Eine entsprechende Umfrage im Jahr 2008 unter Geschäftsreisenden hätte das Interesse an einem weiteren Aufenthalt bestätigt. Doch viel mehr als bislang können gar nicht kommen, weil, so Angelika Tittl, die Bettenzahl in großen Betrieben weiter sinkt. „Manche vermieten ihre Zimmer inzwischen an Gemeinden für Asylbewerber, damit fallen sie auch aus der Statistik.“

Die Zahlen des Landesamtes für große Betriebe sind sehr detailliert, betreffen aber eben nur Dillingen, Lauingen und Wertingen. Demnach haben sowohl Dillingen und Lauingen insgesamt mehr Gäste, aber nur in Lauingen sind sie auch etwas länger geblieben.

In Wertingen dagegen nahm die Zahl der Gäste um 10,5 Prozent ab und die Übernachtungen gingen um über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Insgesamt stammen die meisten Touristen aus Deutschland. Aus dem Ausland kamen insgesamt 6794 Besucher im Landkreis an.

Generell, weiß Angelika Tittl, ist das Dillinger Land eine Region, in der die Touristen vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst Urlaub machen. So lässt sich auch erklären, warum im Januar 2015 sowohl Dillingen als auch Wertingen weniger Gäste und weniger Übernachtungen verzeichnen. Nur Lauingen sticht heraus: Dort stieg die Übernachtungszahl im Vergleich zum Januar 2014 in diesem Jahr um 15,8 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,65 Tagen im Landkreis liegt sogar über dem Durchschnitt in Bayerisch-Schwaben.

Übrigens sind zahlreiche Privatanbieter im Dillinger Land nach den Richtlinien des Deutschen Tourismusverbands zertifiziert. Angelika Till macht dafür alle drei Jahre eine Schulung, „und dann bewerten wir alle, die wollen“.

Die deutschlandweit geltenden Qualitätsstandards würden sowohl in Hamburg als auch im Kreis funktionieren. „Und alle Privatanbieter sind so zufrieden mit der Auslastung, die würden sich alle noch mal dafür entscheiden, Zimmer anzubieten.“

Im Internet gibt es viele weitere Übernachtungs- und Ausflugstipps:

www.dillingerland.de

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