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Zoff nach Feuerwerks-Absage: Der Ärger ist verständlich

Kommentar Von Andreas Schopf
11.10.2020

Plus Die kurzfristige Absage des Feuerwerks beim Fetzer-See wirkt dünnhäutig. Die Folgen für alle Beteiligten sind ärgerlich. So bringt diese Aktion viele Verlierer hervor.

Die kurzfristige Absage der Feuerwerks-Veranstaltung auf dem Fetzer-Areal hat einigen Wirbel ausgelöst (lesen Sie hier mehr dazu). In der Pyrotechnik-Branche sorgt die Entscheidung für Wut und Enttäuschung. Dieser Ärger ist verständlich. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für das Event, das längst von allen Seiten genehmigt war – unter anderem von der Unteren Naturschutzbehörde. Vor diesem Hintergrund wirkt die spontane Absage von Grundstückseigentümer Alexander Fetzer dünnhäutig und überhastet. Beteiligte sprechen unisono von einem „Eigentor“, und sie dürften damit recht behalten.

Absage des Feuerwerks am Fetzer-See: Verhalten ist nicht nachvollziehbar

In der Vergangenheit fanden immer wieder Feuerwerke auf dem Kies-Areal zwischen Gundelfingen und Günzburg statt. Auch ein „Vorschießen“, wie es am Samstag geplant war, war dort bereits zu Gast. Bislang gab es dagegen offenbar keine Einwände. Erst nach einem Artikel unserer Redaktion verweist Fetzer plötzlich auf den Umweltschutz und sagt das lange geplante Treffen am Abend zuvor ab. Nachvollziehbar ist dieses Verhalten nicht, erst recht nicht als Kies-Unternehmer – bei allem grünen Engagement, das sich Fetzer auf die Fahnen schreibt, und bei aller Wichtigkeit seiner Arbeit in Zeiten des Bau-Booms.

Es droht ein juristisches Nachspiel

Die Folgen für die Beteiligten sind weitreichend, insbesondere im schwierigen Corona-Jahr. Zehn Monate habe man die Veranstaltung vorbereitet, mehr als 20.000 Euro bereits investiert, heißt es vom Veranstalter. Teilnehmer und Helfer sind hunderte Kilometer angereist, Hotels waren gebucht. Wer für diesen Schaden aufkommt, ist noch unklar. Es droht ein juristisches Nachspiel. Einen faden Beigeschmack hat auch ein anderer Aspekt: Bis zu 60 Kilogramm Lebensmittel könnten durch die unerwartete Absage im Müll landen. So bringt diese Aktion viele Verlierer hervor.

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