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04.07.2007

Zu jung für sein Alter und kein bisschen leiser

Wenn Leute 80 werden und Glück haben, träumen sie von etwas Schönem aus vergangenen Tagen. Wenn sie Pech haben, müssen sie mal wieder zum Arzt. Nicht so der Kabarettist Dieter Hildebrandt. Erklärte dieser doch gleich bei seinem Auftritt in der ausverkauften Dischinger Egauhalle: "Häufig fragen mich so die 69-Jährigen, wann ich denn aufhören möchte. Darauf verkünde ich: Jetzt noch nicht, vorher trete ich noch einmal in Dischingen auf."

Eine offene Sympathiebekundung für die Freunde der Arche, die Hildebrandt bereits zum dritten Mal nach Dischingen holten. Dort gab sich der 80-Jährige Dienstagabend bestens gelaunt und gestand gleich, wie wenig ihm die aktuellen Vorwürfe seiner angeblichen NSDAP-Mitgliedschaft, die in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt haben, ausmachen. "Sie wissen ja, ich war bei der NSDAP und ehe es der Focus auch rausbekommt: Mein Onkel war Kunstmaler und hat Hitler dreimal porträtiert. Ich bin ihm dafür Modell gestanden." Dabei fand er seine Uniform als Luftwaffenhelfer immer scheußlich. "Ich war ein 16-Jähriger und hab mich vor den Mädchen richtig geschämt." Außerdem stellte er phonetisch wiedergebend fest, welch schwerwiegenden Sprachprobleme die damaligen Befehlshaber hatten, deren gebrülltes Genuschel er nie verstand. Anders sei der Stechschritt, neben den nordic-walkenden Hausfrauen in Rudeln, auch bei Ex-Kanzler Schröder nach Amtsantritt festzustellen gewesen. Während Kohl hingegen meist vorbeirollte und Angela Merkel heute mit dem "uckermärkischen Furchengang" glänzt.

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