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Bürgerversammlung

24.11.2015

Zu wenige Feuerwehrleute

Bürgermeister Wolfgang Schenk (links) und Kommandant Stephan Böhm (rechts) ehrten Anton Graf (Zweiter von rechts) und Franz Böck (Zweiter von links).
Bild: Sartor

Kommandant Stephan Böhm klagte über die Personalsituation. Thema war auch der landwirtschaftliche Verkehr

Mit dem geplanten Rückbau der oberen Herzog-Georg-Straße würden die Bauern vor Probleme gestellt. Das ist die Sorge von Landwirt Michael Sporer, der sich bei der Lauinger Bürgerversammlung am Montagabend zu Wort meldete. „Wie sollen wir denn auf unsere Felder kommen? Auf der B16 neu dürfen wir ja nicht fahren. Damals war man froh, Grundstücke für die Lauinger Umfahrung von den Landwirten zu bekommen. Und jetzt müssen wir Umwege fahren“, sagte Sporer. Der Landwirt klagte außerdem, dass es in der Riedhauser Straße manchmal unmöglich sei, durchzukommen – gerade bei Gegenverkehr – weil die Leute auf beiden Seiten der Straße parken würden. Er sehe das Problem, stimmte ihm Bürgermeister Wolfgang Schenk zu. Beim Rückbau der oberen Herzog-Georg-Straße müsse man eine Variante finden, in der der landwirtschaftliche Verkehr berücksichtig werde.

Winfried Müller sprach ein tierisches Problem an. Gegen den Maulwurf wolle er ja gar nichts sagen. Aber dass es neuerdings auf dem Friedhof Herrgottsruh Rehe und Hasen gebe, das ärgere ihn dann doch. „An Allerheiligen haben die Bürger die Gräber gepflegt. Und die Rehe hatten es dann auf die Stiefmütterchen abgesehen und sie herausgerissen“, sagte er bei der Bürgerversammlung am Montagabend. Seine Sorge: Vielleicht kommen die Tiere durch den Durchgang der neuen Aussegnungshalle. Bürgermeister Wolfgang Schenk antwortete ihm, dass das Problem inzwischen gelöst sei. Und wenn sich die Vorfälle häufen sollten, werde man über den Eingangsbereich nachdenken. „Aber ich gehe davon aus, dass das nur ein einzelnes, vorwitziges Reh war.“

Bei der Versammlung traten noch weitere Bürger ans Mikrofon, etwa Karlheinz Beck, der monierte, dass im Zwergbach viel Unrat liege, oder Isabella Kigele-Weis, die nachfragte, was aus den Ideen wurde, die der Arbeitskreis Lebenswertes Lauingen beim Donau-Picknick im Sommer gesammelt hatte. Man werde im nächsten Sommer Maßnahmen, die schnell umsetzbar seien, anpacken, antwortete Wolfgang Schenk. Die Zugänglichkeit zur Donau habe man ja schon mit dem Projekt der Bayerischen Elektrizitätswerke in Angriff genommen (wir berichteten). Und was den Zwergbach angeht: Der Abfluss müsse immer gesichert sein. Die Verschmutzungen müssten dem Bauhof gezeigt werden.

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Bei der Bürgerversammlung stellte Feuerwehrkommandant Stephan Böhm die problematische Personalsituation der Wehr vor. Aktuell habe man knapp 60 aktive Mitglieder. „Das klingt ja ganz nett, ist aber nur die halbe Wahrheit“, sagte er. Denn tagsüber, zwischen 6 und 18 Uhr, seien nur etwa acht Personen verfügbar. „Eine Löschgruppe besteht aber aus neun Personen“, sagte Böhm. Im Jahr 2015 habe man auf alle alarmierten Einsätze verteilt 86 Personen zu wenig gehabt. „Wenn die Lauinger Bürger nicht mehr mithelfen wollen, müssen sie es vielleicht mal ausbaden, zum Beispiel indem es mal länger dauert, bis Hilfe kommt“, sagte Böhm. Nach seinem Vortrag wurden die Feuerwehrmänner Anton Graf für 48-jährigen Einsatz und Franz Böck für sein 42-jähriges Engagement geehrt.

Um Hilfe anderer Art ging es im Vortrag von André Leuffert vom Helferkreis „Asyl“. Derzeit gebe es in Lauingen rund 200 Flüchtlinge, das Verhältnis zur Einwohnerzahl liege somit bei 53:1. „Das klingt, als wäre es einfach zu bewältigen, aber die Aufgaben sind unglaublich vielfältig“, sagte er und fügt hinzu: „Wir brauchen dringend Betreuer. Und das Mindeste, das wir erwarten, ist Toleranz.“

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