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Buttenwiesen

12.07.2019

Zusamtaler Musikanten lassen sich auch durch Regen nicht stoppen

Schlechte Wetterprognosen? Davon lassen sich die Zusamtaler Musikanten nicht beeindrucken. Am Donnerstag haben Mitglieder um den Vorsitzenden Stefan Meßner (hinten, Vierter von links) mit dem Aufbau des Festzelts in Buttenwiesen begonnen. Die Festtage „90 Jahre Zusamtaler Musikanten“ starten am Freitagabend mit dem Auftritt von Viera Blech.
Bild: Maria Meßner

In der Region sind wegen der schlechten Wetterprognosen mancherorts Feste abgesagt worden. Die Zusamtaler Musikanten lassen sich davon nicht beeindrucken.

Die Ankündigungen der Wetterfrösche haben einigen Veranstaltern in der Region die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Gewitter und Regenschauer soll es am Freitag und Samstag geben. Angesichts dieser lausigen Wetterprognosen hat etwa die Vereinsgemeinschaft Peterswörth das Seefest im Gundelfinger Stadtteil abgesagt. Und weil die Gäste des Sommerfests im Heilig-Geist-Stift in Dillingen nicht durchnässt werden sollen, haben die Verantwortlichen auch dort die Reißleine gezogen und die geplante Feier abgesagt.

Lebenshilfe-Festorganisatorin: Das Wetter bessert sich

Anders bei der Lebenshilfe in Wertingen. Dort ist Petra Schmid vom Pädagogischen Fachdienst guter Dinge. Das Sommerfest in den Nordschwäbischen Werkstätten am Kaygraben 1 werde am heutigen Freitag wie geplant um 17 Uhr starten. Organisatorin Schmid ist überzeugt. „Das Wetter wird besser als vorhergesagt. Und ich hoffe, dass es am Beginn nicht regnet.“ Ihr Optimismus sei durchaus begründet. Vor zwei Tagen noch seien die Vorhersagen „katastrophal“ gewesen. „Jetzt werden die Wetterprognosen aber stündlich besser“, sagt Schmid. Und wenn es tatsächlich schütten sollte, ist der Lebenshilfe-Mitarbeiterin ebenfalls nicht bange. Es gebe einen großen Holzunterstand, ein Glasvordach und ein Zelt. Einem fröhlichen Sommerfest stehe nichts im Wege. Am Abend soll es ja nicht mehr regnen.

Dillingen hatte zuletzt eine Menge Wetterglück

Wenn es ums Wetterglück bei Großveranstaltungen geht, dürfte Dillingen in den vergangenen Jahren ganz weit vorne liegen. Auch vergangenes Wochenende hatte die Kreisstadt dabei mehr Glück als Verstand. Tausende feierten am Samstagabend beim Lampionfest im Taxispark, ehe in der Nacht Gewitterwolken aufzogen. Der Start am Sonntag war deshalb verregnet, und der geplante Gottesdienst im Freien musste in die Kirche verlegt werden. Beim Kinder- und Familienfest am Nachmittag lachte aber schon wieder die Sonne.

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Viera Blech spielt am Freitag in Buttenwiesen auf

Auch den Vorsitzenden der Zusamtaler Musikanten, Stefan Meßner, lassen die Wettervorhersagen in diesen Tagen nicht kalt. Denn der Buttenwiesener Musikverein wird am Wochenende sein 90-jähriges Bestehen groß feiern. „Und da stecken zwei Jahre Vorbereitung drin“, sagt Meßner. Am Donnerstag haben die Mitglieder begonnen, das ehemalige Gundelanwesen im Zentrum von Buttenwiesen in einen Festplatz zu verwandeln. Zum Festauftakt am Freitag spielt um 20 Uhr die hochkarätige Formation Viera Blech auf. Meßner und die etwa 230 Mitglieder des Vereins freuen sich bereits auf „ein Riesenspektakel“. Dass andernorts Feste abgesagt wurden, kommentiert der Vorsitzende mit einem Achselzucken. „Ein Musikant zieht nicht zurück, wir ziehen das durch“, betont der Chef der Zusamtaler. Es gebe ein Zelt, der Ausschankwagen und die Bar seien überdacht. Aber das Wetter werde nicht schlecht, glaubt Meßner. „Und wenn, wir lassen uns auch durch Regen nicht stoppen.“

Ein Gemeinschaftschor mit fünf Kapellen ist zu hören

Der Vorsitzende hofft, dass viele Besucher mit den Zusamtaler Musikanten feiern werden. Nach Viera Blech folge bereits am Samstag der nächste Höhepunkt. Um 18 Uhr findet ein Sternmarsch mit anschließendem Gemeinschaftschor der fünf teilnehmenden Musikkapellen auf dem Buttenwiesener Rathausplatz statt. An dem Sternmarsch nehmen neben dem Patenverein aus Unterthürheim die Kapellen aus Laugna, Donauwörth, Hirblingen und natürlich die Zusamtaler Musikanten selbst teil. In der Erwachsenenkapelle des Buttenwiesener Musikvereins spielen 35 Musikanten, und die Jugendkapelle zählt ebenfalls rund 30 Aktive. „Auch 20 Vereine haben ihr Kommen zugesagt“, erläutert Meßner. Für die Zuschauer werde das ein „einmaliges Erlebnis“.

„Wir machen richtig Rabatz“

Anschließend findet im Festzelt ein Blasmusikabend statt, bei dem vier Kapellen auf zwei Bühnen abwechselnd für Unterhaltung sorgen werden. Und am Sonntag werde dann weitergefeiert. Beginn ist um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst im Zelt. „Wir machen richtig Rabatz“, verspricht Meßner. An schlechtes Wetter denkt bei den Zusamtaler Musikanten ganz offensichtlich niemand.

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