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Atelier Hartmut Pfeuffer begeistert Besucher mit „Landschaften“-Ausstellung

Höchstädt

„Wohltuende Stille“: So inspiriert das Atelier Hartmut Pfeuffer in Höchstädt

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    Professor Alexander Glas und Barbara Pfeuffer führten in die Ausstellung „Landschaften“ im Atelier in Höchstädt ein. Im Hintergrund ist ein frühes Werk von Hartmut Pfeuffer (am linken Rand des Werks Bürgermeister Stephan Karg) zu sehen.
    Professor Alexander Glas und Barbara Pfeuffer führten in die Ausstellung „Landschaften“ im Atelier in Höchstädt ein. Im Hintergrund ist ein frühes Werk von Hartmut Pfeuffer (am linken Rand des Werks Bürgermeister Stephan Karg) zu sehen. Foto: Berthold Veh

    Im Atelier Hartmut Pfeuffer (1949 bis 2018) wird in diesen Tagen Kunst zum Erlebnis. Dort treffen in einer Ausstellung Werke des früheren Kunstlehrers des Dillinger Sailer-Gymnasiums auf Bilder des Münchner Malers Christoph Drexler. Etwa 100 Menschen sind am Sonntag zur Vernissage in den Säureweg 15 gekommen, um die „Landschaften“, so der Titel der Schau, zu sehen. Wer Pfeuffers monumentale Sahara-Bilder kennt, dürfte etwas überrascht sein. In der Mitte des Raums hängt ein frühes Werk, es zeigt eine Anhöhe bei Wertingen. Pfeuffer hat dort, für ihn untypisch, die Farbe Grün verwendet. „Die Büsche und Bäume gibt es heute noch, sie sind nur größer“, sagt Barbara Pfeuffer, die Frau des verstorbenen Künstlers, bei der Einführung.

    Christoph Drexler stellt im Atelier Hartmut Pfeuffer in Höchstädt aus. Seine Landschaften entstehen aus der Erinnerung.
    Christoph Drexler stellt im Atelier Hartmut Pfeuffer in Höchstädt aus. Seine Landschaften entstehen aus der Erinnerung. Foto: Berthold Veh

    Daneben zieht eine Landschaft des Künstlers Christoph Drexler, der mit Pfeuffer befreundet war, die Aufmerksamkeit auf sich. Professor Alexander Glas stellt in seiner Laudatio die handwerkliche Qualität der Bilder des 70-Jährigen heraus, der auch schon in Antwerpen, London, Wien und Peking ausgestellt hat. Glas macht auf einen wesentlichen Unterschied zwischen Drexler und Pfeuffer aufmerksam. Beim Höchstädter spiegelten sich reale Landschaften wider, beim Münchner dagegen entstehen die Kunstwerke aus der Erinnerung. „Es ist die Summe der Eindrücke, die gedachten Bilder entfalten ihre eigene Wirklichkeit“, erläutert der Professor.

    Menschen sind bei Pfeuffer und Drexler nicht zu finden

    Was Drexler und Pfeuffer eint: Menschen finden sich, von einer Ausnahme beim Münchner abgesehen, in den Werken der beiden nicht. „Die Bilder klingen harmonisch zusammen“, stellt Barbara Pfeuffer fest, die bereits zum fünften Mal eine bemerkenswerte Ausstellung in dem Atelier organisiert hat. Höchstädts Bürgermeister Stephan Karg ist voll des Lobes für das Engagement der einstigen Sailer-Kunstlehrerin. Barbara Pfeuffer bringe Künstler von Rang nach Höchstädt. Sie bereichere mit ihrer „Oase“ das Kulturleben im Landkreis Dillingen, sagt Karg in Anwesenheit des Dillinger Oberbürgermeisters Frank Kunz.

    Drexler war auch schon Stipendiat der Stadt Wertingen

    Christoph Drexler sagt unserer Redaktion, dass die Landschaft für ihn das passende Thema sei. 2009 arbeitete der 70-Jährige vier Wochen lang als Stipendiat der Stadt Wertingen. Damals war der Münchner auch im Donauried unterwegs, zwei Werke aus dieser Zeit sind nun in Höchstädt zu sehen. „Mich fasziniert die Weite, der Widerhall der Landschaft“, sagt Drexler.

    Das Trio Tinnabuli mit Stefanie Polifka (Harfe) sowie Angelika Man und Katharina Schweizer (beide Querflöte) spielte in einem Zelt auf.
    Das Trio Tinnabuli mit Stefanie Polifka (Harfe) sowie Angelika Man und Katharina Schweizer (beide Querflöte) spielte in einem Zelt auf. Foto: Berthold Veh

    Die Gäste sind angetan, nicht nur vom Atelier, sondern auch vom Pfeufferschen Garten. „Von den Werken geht eine große Ruhe aus“, stellt die Dillingerin Andrea Titz fest. Vieles schaue auf den ersten Blick einfach aus, aber da stecke eine unglaubliche Arbeit dahinter. Brigitte Wagenblast aus Tapfheim besucht mit ihrer Freundin Ruth Endres aus Donaumünster die Vernissage. „Diese Bilder haben Tiefe“, sagt Wagenblast. Und Endres fügt hinzu: „Das alles hier ist inspirierend – eine wohltuende Stille.“

    Menschen gibt es nicht in den Werken von Hartmut Pfeuffer und Christoph Drexler. Die einzige Ausnahme in der Höchstädter Ausstellung: der Ruderer in diesem Boot, ein Werk (Ausschnitt) von Drexler.
    Menschen gibt es nicht in den Werken von Hartmut Pfeuffer und Christoph Drexler. Die einzige Ausnahme in der Höchstädter Ausstellung: der Ruderer in diesem Boot, ein Werk (Ausschnitt) von Drexler. Foto: Berthold Veh

    Unter den Besuchern ist auch der frühere Sailer-Direktor Hanns Kuen, der bis aus Erlangen angereist ist. „Ich bin Pfeuffer-Fan, und wenn hier eine Ausstellung ist, dann komme ich“, erklärt der Altphilologe. Für einen besonderen Farbtupfer sorgt das Trio Tinnabuli mit Stefanie Polifka (Harfe) sowie Angelika Man und Katharina Schweizer (beide Querflöte). Die Musikerinnen begeistern die Hörer unter anderem mit Werken von Debussy und Arvo Pärt.

    Info: Eberhard Pfeuffer (Bruder des Künstlers) spricht am Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr zum Thema „Mehr als ein Nebenfluss der Donau: der wilde Lech“. Anmeldung unter der E-Mail-Adresse barbara.pfeuffer@gmx.de. Das Atelier und der Garten sind an diesem Tag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Am 13., 14., 20., und 21. Juni (Finissage, Künstlergespräch) sind die Öffnungszeiten jeweils von 14 bis 17 Uhr.

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