Startseite
Icon Pfeil nach unten
Dillingen
Icon Pfeil nach unten
Dillingen
Icon Pfeil nach unten

Der Dillinger Mitteltorturm soll „aufgehübscht“ werden

Dillingen

Der Dillinger Mitteltorturm soll „aufgehübscht“ werden

  • |
  • |
  • |
  • |
    Er zählt zu den Wahrzeichen Dillingens: der Mitteltorturm am östlichen Ende der Königstraße, hier beim winterlichen Start ins Jahr 2026.
    Er zählt zu den Wahrzeichen Dillingens: der Mitteltorturm am östlichen Ende der Königstraße, hier beim winterlichen Start ins Jahr 2026. Foto: Karl Aumiller

    Er zählt zu den Dillinger Wahrzeichen: der Mitteltorturm am östlichen Ende der Königstraße. Durch seine prominente Lage prägt das Bauwerk das historische Erscheinungsbild der Dillinger Innenstadt, wie Stadtbaumeister Günter Urban erklärt. Die Fassade des Mitteltorturms sei allerdings stark verschmutzt. Der Putz ist feucht und weist insbesondere im Sockelbereich wegen des Streusalzes Schäden auf, informierte Urban am Montagabend in der Dillinger Stadtratssitzung. Eine Sanierung des denkmalgeschützten Torturms sei dringend notwendig.

    Der Stadtbaumeister wies auf die Arbeiten hin, die erledigt werden müssten. „Es braucht einen Fassadenanstrich und Ausbesserungen beim Putz“, sagte Urban. Ausbesserungsarbeiten am Dach seien erforderlich, ebenso Spenglerarbeiten an Fallrohren, Dachrinne und den Fensterblechen. Der Blitzschutz und die Beleuchtung müssten erneuert werden. Und auch die Turmuhren inklusive des Glockenspiels bräuchten eine Restauration.

    Die Sanierung des Dillinger Turms erfordere einen erheblichen Mehraufwand

    Aufgrund der städtebaulichen Lage zwischen mehreren angrenzenden Gebäuden mit unterschiedlichen Höhen sei bei der Sanierung von einem erheblichen Mehraufwand – etwa beim Aufstellen des Gerüsts – auszugehen, teilte Urban mit. Während der Arbeiten müsse gewährleistet werden, dass Fußgänger und die Autofahrer in der Torturm-Durchfahrt möglichs wenig eingeschränkt werden.

    Die Kosten werden sich laut einer Schätzung auf etwa 130.000 Euro belaufen. Durch die Sanierung soll das historische Dillinger Stadtbild aufgewertet werden. In der Sitzung am Montag ging es um die Genehmigung der Planung und die Beantragung eines Zuschusses durch die Städtebauförderung bei der Regierung von Schwaben. Beiden Punkten stimmte das Gremium geschlossen zu.

    Solche Projekte würden in der Regel mit 60 Prozent bezuschusst, erläuterte Urban. Möglicherweise könnten es über einen Sondertopf sogar 80 Prozent werden. „Wir schauen, dass wir dieses Wahrzeichen unserer Stadt wieder aufhübschen“, sagte Oberbürgermeister Frank Kunz (CSU).

    „Geschwungener Helm mit Sechsecklaterne“

    In der Liste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ist der Mitteltorturm als Einzelbaudenkmal aufgeführt. Der Text lautet: „Stadttor, Torturm des sogenannten Mittleren Tores, viergeschossiger quadratischer Unterbau mit drei oktogonalen, pilastergegliederten Obergeschossen und geschwungenem Helm mit Sechsecklaterne.“ Der Unterbau sei im Kern aus dem 13. Jahrhundert, der um 1500 verändert wurde. Die Achteck-Geschosse und Haube stammen aus dem Jahr 1754.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren