Die Fastenzeit kann eine Befreiung von Ballast sein
Dillingen
Die Fastenzeit kann eine Befreiung von Ballast sein
Das Christliche Wort von Prädikantin Anni Ebermayer zeigt: Vergeben und verzeihen bedeutet nicht, alles zu vergessen und schönzureden.
19.02.26 - aktualisiert:
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Die Fastenzeit kann auch eine Befreiung von Ballast sein. Dabei geht es nicht nur darum, körperlich Gewicht zu verlieren, sondern auch um ein seelisches Aufatmen.Foto: picture alliance / dpa (Symbolbild)
Gebet, Vergebung und Fasten geben das Leben, schreibt ein Gelehrter der Antike, doch das gilt auch heute noch. 40 Tage zieht sich Jesus in die Wüste zurück und erlebt Entbehrung, Versuchung und eine ganz tiefe Verbindung zu Gott. Die Fastenzeit kann auch eine Befreiung von Ballast sein, körperlich Gewicht verlieren und gesunden, aber auch seelisch Aufatmen durch Vergebung, das heißt, anderen vergeben, sich selbst vergeben und Gott um Vergebung bitten.
Fastenzeit rückt Vergebung und Verzeihen in den Fokus
Vergeben und verzeihen bedeutet nicht, alles zu vergessen und schönzureden. Wer vergibt, verzichtet auf Schuldvorwürfe und auf Wiedergutmachung. In der kommenden Fastenzeit können wir das Vaterunser ganz bewusst beten, vor allem die Bitte – und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Anni Ebermayer empfiehlt Gebet und Stille als Kraftquelle
Das ist nicht so einfach, doch mit Gottes Hilfe schaffen wir es und werden frei. Die Fastenzeit lädt uns ein, uns ganzheitlich Gutes zu tun: Ich darf jeden Tag leben in der Gnade Gottes, ich darf mich bewegen, gesünder essen und meine Seele stärken durch Bibellesen, Gebet und Stille, ein Fastentag pro Woche könnte das wunderbar unterstützen. So wird Verzicht sogar zum Gewinn. Das kann zu einer guten Gewohnheit werden, nicht nur in der Fastenzeit, sondern das ganze Jahr über mit Gottes Hilfe.
Prädikantin Anni EbermayerFoto: Anni Ebermayer
Ich schließe mit einem Gebet: Herr, gibt mir Kraft und Mut zu vergeben, weil du barmherzig bist. Herr schenke mir Geduld mit mir selbst und anderen, damit ich wahrnehme, was ich wirklich brauche, damit ich spüre, was ich behalten und was ich loslassen kann. Schenke mir Ruhe, Dankbarkeit und Zufriedenheit und bleib alle Tage bei mir.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen eine gute, gesegnete Fastenzeit
Anni Ebermayer, Prädikantin Anna-Kirche, Höchstädt
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