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Dillingen
13.09.2022

Der 16. Dillinger Orgelsommer endet mit einem denkwürdigen Konzert

Eugenio Maria Fagiani aus Italien spielte das Abschlusskonzert des Dillinger Orgelsommers.
Foto: Gernot Walter

Der Organist Eugenio Maria Fagiani vom Franziskus-Heiligtum La Verna (Toskana) spielt in der Dillinger Basilika bewegend ein deutsch-italienisches Programm.

Ein Vierteljahr mit samstäglichen Matineen in der Dillinger Basilika ging furios zu Ende. In der 13. Veranstaltung des Dillinger Orgelsommers bediente ein italienischer Künstler die wie immer prächtig gestimmte Sandtner-Orgel. Eugenio Maria Fagiani aus der Toscana verwöhnte das zahlreich erschienene Publikum mit Raritäten aus der deutsch-italienischen Orgelliteratur.

Deutsch-italienische Orgelliteratur von Eugenio Maria Fagiani in Dillingen

Dabei setzte er starke persönliche Akzente. Diese ergaben sich aus seiner Tätigkeit als musikalischer Leiter des Franziskus-Heiligtums in La Verna bei Arezzo. Dort empfing der Heilige seine Stigmata (1224), und dort ereignete sich die bekannte Vogelpredigt. So war es verständlich, dass der Organist ihr einen großen Platz einräumte. Eugenio M. Fagiani hat die ursprüngliche Fassung von Franz Liszt nach seinem Gutdünken transkribiert. Der Legende nach hätten die Vögel den heiligen Franziskus durch ihren Gesang und durch Flügelschlagen begrüßt. Die Sandtner-Orgel erlebte einen Stimmenzauber, der wie ein silberner Streifen am Horizont erschien. Alle Flötenregister ahmten das Gezwitscher nach, schwebend, verlockend, bis der Predigtanruf einsetzte. Die Melodie erhob sich majestätisch empor, erweiterte sich in Kirchenakkorden zu einer gewaltigen Schlussapotheose.

Fulminantes Orgelsommer-Finale: Eugenio Maria Fagiani (Italien) verzauberte an der Sandtner-Orgel die zahlreichen Besucher in der Basilika.
Foto: Gernot Walter

Als Entdeckung pries Fagiani das "Scherzo" von Marco Enrico Bossi. Der Organist legte es in Form einer Toccata an, betonte den starken Aufbau durch eine große Tonsprache, hymnisch verklärt, mit einem ruhigen Mittelteil und verlöschender Pedalskizze. Das Gebet aus der Oper "Die Juwelen der Madonna" von Ermanno Wolf-Ferrari war ein meditativer Beitrag, den Fagiani mit wunderbarem Schwellereinsatz versah. Auf getragenen Harmonien entfalteten sich liebliche Melodien, von einer Überstimme prägend erweitert.

Präludium und Fuge a-Moll von J. S. Bach (BWV 543) faszinierten durch ihre innere Spannung. Über dem Orgelpunkt entwickelten sich die einzelnen Stufen des gebrochenen a-Moll-Dreiklangs, virtuose Passagen setzten sich fort, von einem Pedalsolo wirkungsvoll ausgestattet. Die umfangreiche Fuge zeichnet sich durch einen prägnanten Themenkopf aus, den der Organist klar strukturierte, ehe ein Bewegungsimpuls mit einer erneuten virtuosen Pedalstrecke die Fuge beschloss.

Virtuosen Passagen und ein wirkungsvolles Pedalsolo beim Abschlusskonzert

"Was Gott tut, das ist wohlgetan" hat Maximilian Simper, der Fagiani assistierte, als Improvisationssolo ausgewählt. Der italienische Organist gilt als ausgewiesener Spezialist für solche Aufgaben. Er orchestrierte das Gottesloblied zunächst im Sinne des "Te Deum Laudamus". Mit illustrierenden Tonfolgen stattete der Organist bei vollem Werk die Melodie aus, baute retardierende Momente ein, leitete Tonartwechsel ein, empfand die Liedstruktur als mächtiges "Trumpet Voluntary". Als Fagiani das Leitmotiv innig umspielte, erinnerte er an die Vogelpredigt. Wieder zog jener franziskanische Geist durch die Basilika, den Kaplan Florian Stadlmayr in seiner Begrüßung heraufbeschworen hatte. Stürmischer Beifall krönte ein denkwürdiges Orgelkonzert.

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