Newsticker
USA wollen militärische Präsenz in Europa dauerhaft verstärken
  1. Startseite
  2. Dillingen
  3. Dillingen: Diese Menschen aus dem Kreis Dillingen gebieten der Politikverdrossenheit Einhalt

Dillingen
23.06.2022

Diese Menschen aus dem Kreis Dillingen gebieten der Politikverdrossenheit Einhalt

Nach der Ehrung für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung stellten sich die Geehrten zu einem Gemeinschaftsbild mit Landrat Leo Schrell auf.
Foto: von Weitershausen

Landrat Leo Schrell verleiht 38 kommunale Dankurkunden. Darunter ist eine Frau aus dem Kesseltal.

„Es ist wirklich schön, Sie alle hier bei uns im großen Sitzungssaal zu sehen“, sagte Landrat Leo Schrell bei der Eröffnung der Feierstunde zur Ehrung einer Frau und zahlreicher Männer für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.

Er freue sich, diese Ehrung im Auftrag des Bayerischen Staatsministers für Inneres, Sport und Integration, Joachim Herrmann, vornehmen zu dürfen, sagte der Landrat. Dabei sei es auch ihm ein großes persönlichen Bedürfnis, diesen Mitbürgern des Landkreises Dank und Anerkennung für ihr verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung auszusprechen.

Gleichzeitig zur Verleihung der kommunalen Dankurkunden übermittele er auch die Glückwünsche des Regierungspräsidenten Erwin Lohner mit großem Dank für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement.

Das Herz der Demokratie

„Bereits schon die Gründerväter der Bundesrepublik wussten, das Herz der Demokratie schlägt in den Kommunen“, betonte der Landrat in seiner Laudatio auf die 37 zu ehrenden Kommunalpolitiker und die eine Kommunalpolitikerin.

„Die höchste Anzahl während der letzten 18 Jahre“, wusste Leo Schrell, doch Corona habe einen früheren Zeitpunkt der Ehrung verhindert, sodass eben erst jetzt diese Anzahl von Kommunalpolitikern aus Gemeinde- oder Stadträten, als Bürgermeister oder Kreisräte zur Ehrung anstehen.

Lesen Sie dazu auch

In diesem Zusammenhang zitierte Landrat Leo Schrell den langjährigen Bundestagsabgeordneten und Verleger Hermann Schmitt-Vockenhausen, der bereits in den 1960er-Jahren seinen Kolleginnen und Kollegen in ihr Stammbuch geschrieben hatte: „Landkreise und Gemeinden sind der eigentliche Ort der Wahrheit, weil sie der Ort der Wirklichkeit sind.“ Dies gelte heute noch. Denn auf keiner Ebene des Staates hätten die Bürgerinnen und Bürger mehr direkten Einfluss auf das politische Geschehen und nirgends werde auf ihre Bedürfnisse rascher und direkter eingegangen als in den Kommunen.

Den Landkreis Dillingen besser kennenlernen

„All dies müssen wir jedoch weiter pflegen, um der Politikverdrossenheit Einhalt zu gebieten und das Interesse für die Kommunalpolitik zu wecken“, forderte Leo Schrell in seinen weiteren Ausführungen an seine anwesenden Gäste aus der Kommunalpolitik.

Daher sei es ihm besonders wichtig, die Kommunalpolitik in die Schulen zu bringen. Nicht nur, um Personen und Strukturen aus den Gemeinden und dem Landkreis kennenzulernen, sondern in Gesprächen auch aufzuzeigen, welche Möglichkeiten die Schülerinnen und Schüler haben, ihren Landkreis mitzugestalten.

Dabei verwies der Landrat auf den schon legendären ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, der bereits in den 1950er-Jahren festgestellt hatte: „Bürger interessieren sich für Politik, wenn sich Politik für sie interessiert.“

Im Anschluss an diese mit großem Beifall bedachte Laudatio übergab der Landrat unter Mitwirkung von Tobias Steinwinter, Kreisvorsitzendem des Gemeindetages, die Dankurkunden von Staatsminister Joachim Herrmann.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.