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Höchstädt: Klangmagie im Rittersaal von Schloss Höchstädt

Höchstädt

Klangmagie im Rittersaal von Schloss Höchstädt

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    Filmmelodien der Extraklasse boten die PiccaDilly's bei ihrem umjubelten Konzert im Rittersaal von Schloss Höchstädt.
    Filmmelodien der Extraklasse boten die PiccaDilly's bei ihrem umjubelten Konzert im Rittersaal von Schloss Höchstädt. Foto: Isolde Saur

    Begeisterte Besucherinnen und Besucher gab es in diesen Tagen in einer Doppelveranstaltung der PiccaDilly’s im Rittersaal von Schloss Höchstädt. Die Resonanz erfreute, überwältigte und beflügelte. Dieses Kulturereignis untermauerte die Ausnahmestellung der Chorgemeinschaft. Auffallend war vom ersten bis zum letzten der sechzehn Stücke die ungeheure Sicherheit der Mitwirkenden. Sie agierten zu Recht mit einem Selbstbewusstsein, das sich auf solide Probenarbeit und musikalisches Verständnis gründete.

    Klug recherchierte Aussagen über die Entstehung der einzelnen Songs

    Große Filmplakate deuteten im Saal auf das Motto des Abends hin: Filmmelodien im Chorgewand. Diese reichten von 1935 (Fred Astaire in „Cheek to Cheek), über „Moon River“ (1961 mit Audrey Hepburn) zu Elvis Presley (1972 „Burning Love“) und „Lala Land (2016). Weil wie gewohnt bei den PiccaDilly’s alles im englischen Original gesungen wurde, waren die Hinweise von Angelika Miller und Uli Dormans äußerst wertvoll. Sie machten klug recherchierte Aussagen über die Entstehung der einzelnen Songs, ihre Interpreten und den Filmtitel. Das Publikum konnte so leichter die Melodien einordnen.

    Fabelhafte Instrumentalisten begünstigten die Aufführung der amerikanischen Arrangements. Erstmals wirkten Bläser mit, die vielen Titeln einen Bigband-Sound verliehen. Beim „Boogie Woogie Bugle Boy“ imponierten die Trompeten (Rainer Hauf und Claudio Pankratz), der Posaune (Hannes Färber) gelang in „You’re the Inspiration“ ein harmonisches Solo und Farina Mayershofer zog melodische Kurven mit ihrem Tenorsaxofon im „Pink Panther“. Bewundernswert das Zusammenspiel der Bläser mit dem Bar-Trio Eva Horner (am Flügel), Jörg Lanzinger, dem E-Bassisten und dem Drummer Benny Gerstmayr. 

    James-Bond-Filmklassiker wurden bei dem Konzert lebendig

    Die Drei imponierten durch ihre Souveränität, die rhythmische Bestimmtheit und das tonschöpferische Agieren. Alle Instrumentalisten (auch Uli Weber, Gitarre mit einem starken Eröffnungssolo in „Shallow“) trugen das vokale Gerüst, sodass James-Bond-Filmklassiker lebendig auferstanden. „I will follow him“ aus „Sister Act“ wurde zum umjubelten Hit. Hier hatte Klaus Nürnberger ein fulminantes Arrangement geschrieben, das seine sängerische Schar temperamentvoll umsetzte. Der Dirigent beherrschte mit untrüglichem Gespür das musikalische Geschehen. Klar die Tempoangaben, spannungsreich die elektrisierenden Gesten, gewaltig die finalen Akzente. So griff Eins ins Andere, die Choradaptionen zur instrumentalen Basis. Beide zusammen führten zu der Klangwucht, die fast den Rittersaal sprengte. Tosender Beifall und mit zwei Kirby-Klassikern „The Power of Love“ und „Eye of the Tiger“ bemerkenswerte Zugaben.

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