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Immer mehr Betriebe im Landkreis Dillingen insolvent: Mutige Unternehmer bleiben wichtig

Kommentar

Betriebe straucheln, scheitern: Dennoch ist es wichtig, dass sie sich trauen

Laura Gastl
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    Im Landkreis Dillingen gab es zuletzt mehrere Insolvenzen: etwa bei der Fahrschule Tischmacher, bei der Brauerei Braumadl aus Lauingen und beim Getränkecenter Moraw in Wertingen (von links).
    Im Landkreis Dillingen gab es zuletzt mehrere Insolvenzen: etwa bei der Fahrschule Tischmacher, bei der Brauerei Braumadl aus Lauingen und beim Getränkecenter Moraw in Wertingen (von links). Foto: Berthold Veh, Dominik Bunk, Elli Höchstätter

    Wer von einer Insolvenz hört, erschrickt vielleicht. Was, Betrieb X hat es nun auch erwischt? Schlimm! Dabei häufen sich die Fälle – auch im Landkreis Dillingen. Benedikt Deniffel, der Gründer von Braumadl, als Beispiel ist bei weitem nicht der Einzige, der in diesem Jahr eine Insolvenz angemeldet hat. Auch der Fahrschule Tischmacher, die im Landkreis mehrere Niederlassungen betreibt, und dem Getränkemarkt Moraw aus Wertingen etwa ging es in diesem Jahr bereits so. Die Liste ist lang.

    Ein Insolvenzverfahren muss nicht das Ende bedeuten

    Ein Blick über den regionalen Tellerrand zeigt: Im vergangenen Jahr haben deutsche Gerichte rund 17.600 Insolvenzverfahren eröffnet. Das belegen Daten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Das sind so viele wie seit 2005 nicht mehr. Dabei sollte die schiere Anzahl nicht dazu führen, bei der Nachricht einer Insolvenz abgestumpft zu reagieren. Genauso wenig sollten derartige Verfahren verharmlost werden: Für die Unternehmer und die Mitarbeitenden ist die Situation häufig ein Schock, sie geht mit vielen Sorgen um die Zukunft einher. Doch gleichzeitig darf nicht vergessen werden: Das muss nicht das Ende bedeuten.

    Ist erst einmal ein entsprechendes Verfahren im Gange, sollte das nicht als Todesurteil gesehen werden – sondern als Rettungsversuch. Ein Insolvenzverwalter ist kein Sensenmann, sondern jemand, der einem Unternehmen wieder auf die Beine helfen möchte. In angepasster Form, womöglich verkleinert oder mit neuer Ausrichtung, ist das häufig möglich. Daneben bezeichnet Deniffel den Investor, der seiner Brauerei nun aus der Patsche hilft, auch als „rettenden Engel“. Mit seinem Betrieb schlägt der Geschäftsführer jetzt neue Wege ein und bleibt optimistisch.

    Die Wirtschaft im Kreis Dillingen braucht mutige Unternehmer

    So darf nicht vergessen werden: Auch, wenn die Strecke holprig sein kann, kann sich der Weg wieder ebnen. Und im Schritt vorher waren Unternehmer, die scheitern oder zu scheitern drohen, vor allem eines: mutig, sich einen Betrieb aufzubauen und/oder ihn zu führen. Solche Menschen braucht die Wirtschaft im Landkreis Dillingen und in ganz Deutschland.

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