Katastrophenschutz und Zivile Verteidigung als Grundaufgaben des Staates rücken wieder vermehrt in den Fokus. So zumindest interpretiert das Dillinger Landratsamt die Anschaffung neuer Katastrophenschutzfahrzeuge. Bund, Land und Landkreis wirkten dabei zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung, in der die Anschaffungen vorgestellt werden.
Neue Katastrophenschutzfahrzeuge für den Landkreis Dillingen
Der Freistaat stelle den Landkreisen im Rahmen eines Katastrophen-Sonderinvestitionsprogramms Fahrzeuge und Ausstattung zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung. Der Bund ergänze mit Fahrzeugen in den Bereichen Brandschutz, Betreuung, CBRN-Schutz (CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren) sowie Sanitätswesen. Der Landkreis Dillingen selbst hat für die Führungsorganisation bei Großschadensereignissen einen Einsatzleitwagen beschafft, der im ersten Halbjahr 2026 geliefert werden soll.
Im Einzelnen wurde dem Landkreis vom Bund ein sogenannter CBRN-Erkundungswagen zugewiesen. Er kommt dann zum Einsatz, wenn aufgrund einer großflächigen Ausbreitung solcher Gefahrstoffe eine schnelle und effektive Lageerkundung notwendig wird. Dieses Fahrzeug betreibt künftig die Feuerwehr Wertingen.
Der Freistaat hat dem Landkreis einen Lkw „Notstromversorgung“ zugeteilt, der von den Feuerwehren Landshausen, Staufen und Syrgenstein betrieben wird. Das THW Dillingen wird mit den Feuerwehren eng zusammenarbeiten, da es bereits viele Jahre im Bereich der Notstromversorgung aktiv und gut ausgestattet sei, heißt es in der Mitteilung. „Die Notstromausstattung unserer Hilfsorganisationen ist insbesondere für den Einsatz bei längeren Stromausfällen gedacht“, so Landrat Markus Müller. „Sie ist aber auch beispielsweise bei Extremwetterereignissen für das Betreiben von Hochwasserpumpen, Beleuchtung oder Kommunikationssystemen der Einsatzkräfte einsetzbar.“
Fahrzeuge können nicht überall gleichzeitig sein: „Eigene Krisenvorsorge bleibt wichtig“
Überall kann das Fahrzeug aber nicht sein. „Besonders wichtig ist und bleibt deshalb die eigene Krisenvorsorge der Kommunen und besonderer Einrichtungen“, erläutert Müller. „Sie leisten mit eigenen Notstromkapazitäten und eigenen Notfallplanungen einen unverzichtbaren Beitrag im Krisenfall. Wichtig sei aber auch die Eigenvorsorge der Bürger für Krisen und Katastrophen“. Auf den Internetseiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe www.bbk.bund.de könne hierzu der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ abgerufen werden.
Müller dankte den Feuerwehren für die Übernahme der staatseigenen Katastrophenschutzfahrzeuge, ebenso dem THW und allen anderen im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen und Stellen für ihren Einsatz. (AZ)
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