Landkreis Dillingen/Giengen: Der Baustart für den E-Ladepark an der A7 in Giengen steht bevor
Landkreis Dillingen/Giengen
Der Baustart für den E-Ladepark an der A7 in Giengen steht bevor
Das Unternehmen EnBW will im Giengener Industriepark bis zu 40 Schnell-Ladepunkte für Autos bauen. Auch Stationen für E-Lkw sind geplant.
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Auf der Freifläche neben der Jet-Tankstelle am unteren Bildrand in der Nähe zur Auffahrt zur A7 in Giengen soll in Kürze der Spatenstich für einen E-Ladepark erfolgen.Foto: Geyer-Luftbild
Im Giengener Industriepark an der A7 werden die freien Flächen zwar so langsam rar, aber noch stehen einige Ansiedelungen aus. Der nächste Spatenstich dürfte für den seit Langem geplanten Ladepark des Energieversorgers EnBW erfolgen. Dieser war zuletzt für Anfang 2026 geplant gewesen. Wie Unternehmenssprecher Samy Abdel Aal auf Anfrage hin mitteilt, soll nun im Frühsommer mit dem Bau begonnen werden. Die erforderliche Baugenehmigung liege mittlerweile vor.
Perspektivisch will die EnBW im Industriepark bis zu 40 Ladepunkte für Autos anbieten. Der Industriepark liegt an der Giengener Anschluss-Stelle zur Autobahn 7, die viele Bürger und Bürgerinnen aus dem Landkreis Dillingen auf ihren Fahrten in den Norden oder Süden nutzen. Seit der Fertigstellung der B492 ist dies im Landkreis-Westen der schnellste Weg zu einer Autobahn. In der ersten Ausbaustufe sollen zunächst zwei Dutzend Schnellladepunkte eingerichtet werden. Bei entsprechender Nachfrage soll dann mittelfristig auf 40 Punkte erhöht werden. Außerdem sollen auf dem direkt an die Jet-Tankstelle anschließenden Gelände zwei Ladestationen für E-Lastwagen entstehen.
Die ersten Gespräche zum Bau der Stromtankstelle liegen vier Jahre zurück
Erste Gespräche zum Bau der Stromtankstelle gab es bereits 2022, ursprünglich sollte der Park bereits vor rund zwei Jahren in Betrieb gehen. Begründet wurde die Verzögerung seitens des Investors mit veränderten Anforderungen an einen modernen Ladepark und entsprechend angepassten Planungen.
40 Ladepunkte für E-Autos sollen im Giengener Industriepark an der Auffahrt zur A7 entstehen.
Auf der Freifläche neben der Jet-Tankstelle am unteren Bildrand in der Nähe zur Auffahrt zur A7 in Giengen soll in Kürze der Spatenstich für einen E-Ladepark erfolgen.Foto: Jan Woitas/dpa (Symbolbild)
Zumindest ein Teil des Stroms dieser E-Tankstelle soll vor Ort erzeugt werden: Auf Überdachungen, die einen Teil des Betriebsgeländes überspannen werden, will EnBW eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 55 Kilowatt installieren lassen. Überschüssigen Strom werde man ins öffentliche Netz einspeisen, hieß es zuletzt. Ob der Ladepark noch dieses Jahr eröffnet werden wird, ist unklar. Vor gut einem Jahr ging man bei EnBW von einer Bauzeit von deutlich mehr als einem halben Jahr aus.
Einer der größten öffentlichen Ladeparks in weitem Umkreis
Nach seiner Fertigstellung wird der öffentliche Ladepark einer der größten in weitem Umkreis sein. EnBW ist nach eigenen Angaben die größte Anbieterin von Schnellladeinfrastruktur in Deutschland. Zum Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen entlang deutscher Autobahnen zehn neue Ladeparks in Betrieb genommen. Die Ladepunkte verfügen dort demnach über eine Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt. Abhängig vom Modell könnten Fahrzeuge damit binnen 15 Minuten für bis zu 400 Kilometer geladen werden.
Derweil geht die Arbeit am neuen Bezirkszentrum der Netze ODR in die Schlussphase. Im Sommer sollen die neuen Räume in der Mitte des Giengener Industrieparks bezogen werden. Auf der Baustelle für den Neubau des Dentallabors Baumgartner hat sich nach einem Bericht der Heidenheimer Zeitung seit dem ersten Spatenstich im November 2025 bereits viel getan, der Rohbau ist schon in die Höhe gezogen worden.
Ein weiterer Spatenstich soll dieses Jahr noch vollzogen werden, und zwar für die neuen Betriebsräume des Lebensmittelgroßhändlers Tsotsoglou Foodservice und die Kaffeerösterei Sottos Family.
Bleibt die Bäckereifiliale, die seit geraumer Zeit angekündigt wird. Diese ist offenbar bisher nicht vom Tisch, wie Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle mitteilt. Hier laufe nach Worten des Rathauschefs aktuell noch ein Antrag auf einen Zuschuss aus dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum.
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