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Streit im Krankenhaus: Das geht nicht

Kommentar Von Cordula Homann
11.05.2022

Wo es menschelt, gibt es auch mal Streit, zumal, wenn die eine Seite Schmerzen hat und die andere überlastet ist. Dennoch darf es nicht so ausarten.

Wer mal im Krankenhaus lag, hat auf jeden Fall etwas zu erzählen. Über die Schwestern, die Pfleger, das Essen, die Schmerzen, das WLAN, das Raumklima. Verlorene Gebisse, vergessene Thrombosestrümpfe und besondere Verletzungen, Bettnachbarn oder Besucherinnen. Andererseits wissen sicherlich die Menschen, die jeden Tag im Krankenhaus arbeiten, ebenfalls abendfüllende Geschichten. Über renitente, superschlaue oder bemitleidenswerte Patientinnen und Patienten.

Und wie überall, wo Menschen zusammenkommen, kann es auch zu Auseinandersetzungen kommen. Zumal dann, wenn eine Seite ein gesundheitliches Problem und Schmerzen hat. Und sich die andere Seite nicht mehr an den letzten freien Tag erinnern kann.

Das Krankenhaus-Personal war extrem gefordert

Doch gerade für so einen Streit im Krankenhaus, der jetzt vor Gericht landete, fehlt das Verständnis angesichts der vergangenen zwei Jahre: Während der Corona-Pandemie haben die Menschen in den Krankenhäusern noch mehr gearbeitet als sonst, sich einem höheren gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, Schichten für infizierte Kolleginnen und Kollegen übernommen und mehr.

Dass wir zu wenige Fachkräfte in den Krankenhäusern und in der Pflege haben, das ist ein allgemein anerkanntes Problem. Ändern können wir es nicht. Aber wir können den Menschen im Krankenhaus – (nicht nur, aber eben vor allem auch dort), höflich, dankbar und mit Respekt begegnen. Spätestens dann, wenn man behandelt wurde, wenn die Schmerzen abklingen und man die wohnortnahe, medizinische Betreuung wieder so richtig zu schätzen gelernt hat.

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