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Landkreis Dillingen
11.01.2022

Von Rolex bis Ipad: Bürger aus dem Kreis Dillingen verlieren online viel Geld

Guter Deal? Dann aber auch sicher bezahlen oder noch besser: vor Ort abholen. Die Polizei warnt vor Onlinebetrug.
Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn (Symbol)

Die Polizei Dillingen jede Menge Fälle von Onlinebetrug und warnt die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Dillingen eindringlich.

Ein Dillinger hat angeblich eine Rolex-Uhr über ein Kleinanzeigenportal, die für 800 Euro ausgeschrieben worden war, ergattert. Der Mann überwies das Geld auf das Konto einer Berliner Onlinebank. Das Geld kam jedoch umgehend wieder zurück, woraufhin der Verkäufer angab, dass es Probleme mit dem Konto gebe und nannte eine neue Kontoverbindung. Auch hier kam es zu einer Rücknahme der Zahlung, woraufhin der Verkäufer wiederum ein neues Konto nannte, auf das der Dillinger schließlich 400 Euro einzahlte. Die Uhr wurde niemals geliefert, mittlerweile erhielt der Dillinger die Mitteilung, dass der Account des angeblichen Verkäufers gehakt und für Betrugshandlungen missbraucht worden war, so teilt es die Polizei mit.

570 Euro überwies eine Dillingerin nach Berlin

Am 2. Januar erwarb eine Dillingerin eine Spielekonsole für 570 Euro über ein Kleinanzeigenportal und überwies das Geld direkt auf eine Berliner Onlinebank. Die Ware erhielt sie dagegen nie. Zu einem weiteren Betrug kam es am 2. Januar nachdem ein Dillinger einen Akku für 40 Euro im Internet erwarb und den Betrag per Transferdienst mit Freunde-Option überwies, um Gebühren zu sparen. Danach erhielt er eine Warnmeldung des Portals, das er vermutlich Opfer eines Betrugs wurde. Auch er erhielt keine Ware.

Bereits im November 2021 hatte ein Buttenwiesener über ein Kleinanzeigenportal Bücher im Wert von 150 Euro gekauft und den Betrag direktüberwiesen. Auch er erhielt keine Ware. Am 8. Januar inserierte eine Wertingerin über ein Kleinanzeigenportal ein Ölgemälde im Wert von 160 Euro. Daraufhin meldete sich ein Interessent, der vorgab aus Amerika zu stammen und das Bild als Geschenk kaufen zu wollen.

300 Euro für i-Tunes-Karten gezahlt

Der Interessent bat die Wertingerin zusätzlich noch für 300 Euro i-Tunes-Karten zu kaufen und ihm die Codes vorab zu schicken, was die Wertingerin auch tat. Daraufhin wurden die Guthaben der Karten abgebucht. Zuvor hatte eine Wertingerin am 2. Januar eine Küchenmaschine online erstanden und den Preis in Höhe von 296 via eines Zahlungsmitteldienstes mit Freundes-Option überwiesen, obwohl sie den Verkäufer nicht kannte. Auch hier wurde keine Ware geliefert, so die Polizei.

1250 Euro für eine angebliche Wohnung gezahlt

Bereits am 31. Dezember 2021 hatte ein Wertinger ebenfalls über ein Kleinanzeigenportal ein IPad für 480 Euro erstanden und den Betrag auf ein Berliner Onlinekonto überwiesen. Auch er erhielt seine Ware nicht. Eine Bissingerin überwies am 5. Januar vorab eine Kaution von 1250 Euro auf das Girokonto eines angeblichen Wohnungsvermieters. Dieser hatte sich auf eine Suchanfrage nach einer Wohnung im Umkreis von Heidenheim gemeldet und übermittelte Bilder und ein Video der angeblichen Mietwohnung. Die zukünftige Mieterin wurde angewiesen, vorab eine Kaution zu überweisen, da der Vermieter sonst den langen Weg aus Norddeutschland nicht auf sich nehmen würde. Zu einemvereinbarten Treffen und Schlüsselübergabe kam es danach nicht mehr. Die Polizei rät bei Kauf im Internet ein gesundes Misstrauen zu haben. Es sollte nicht leichtfertig Geld überwiesen werden, ohne zumindest nicht vorher die Identität/Anschrift des Verkäufers zu überprüfen.

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Das bloße Übermitteln eines Fotos von einem Ausweis ist keine Sicherheit. Auch sollte der Preis realistisch sein. Weiter: "Vermeiden Sie unbekannte Shops und Zahlungen per Vorkasse sondern bevorzugen Sie Plattformen auf denen per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug gezahlt werden kann. Sichere Zahlungen können über Transferdienste vorgenommen werden, bei denen eine geringe Gebühr gezahlt werden muss, dafür ist man abgesichert. " Tipps zum Schutz vor Betrug unter www.polizei-beratung.de. (pol)

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