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Radsport

19.08.2013

388 Kilometer in rund 14 Stunden

Harald Winter radelt für krebskranke Kinder über die Alpen

Von Bozen in Südtirol ins oberschwäbische Ravensburg – nonstop in 14 Stunden und 15 Minuten. Das war die sportliche Leistung von Harald Winter mit dem Rennrad. Der Triathlet des TV Lauingen strampelte dabei 388 Kilometer am Stück bergauf und bergab. Nicht zum Selbstzweck, sondern für einen guten Zweck: Winter war auch heuer wieder bei der „Tour for Kids“ dabei – einem Charity-Sportevent zugunsten der Drachenkinderstiftung, die sich krebskranker Kinder annimmt. Er startete als einer von 105 Teilnehmern, die Mitte August diese Alpenüberquerung meisterten.

Nach der Einschreibung fand zunächst der Bustransfer von Ravensburg nach Bozen statt. Nach einem kurzweiligen Abend mit der obligatorischen Pasta-Party und einer emotionalen Einstimmung auf die Tour gingen die Radler in eine kurze Nacht: Abfahrt in Bozen war um 2:30 Uhr morgens. Unter Schutz der Polizei und zwölf eigener Motorrad-Marshalls machte sich das Fahrerfeld auf den Weg Richtung Brenner. Dort warteten nach rund 90 Kilometern die erste Verpflegungsstation sowie ein Physioteam auf die Fahrer. Nach der 25-minütigen Pause auf der kühlen Passhöhe mit Temperaturen um die zehn Grad ging es weiter Richtung Innsbruck, jetzt mit der österreichischen Polizei.

Über Imst führte die Route zum Arlberg, wo um die Mittagszeit die zweite große Pause in St. Anton anstand, nun bei angenehmen sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Der Tacho zeigte bereits 240 Kilometer an, aber der Anstieg hinauf nach St. Christoph auf 1800 Meter zur Passhöhe stand erst noch an. Über eine rasante Abfahrt ging es dann weiter via Dornbirn, Bregenz, Lindau nach Tettnang, wo sich das Fahrerfeld für die Einfahrt nach Ravensburg gegen 19 Uhr sammelte. In Lindau wurden die Fahrer von der deutschen Polizei-Motorradstaffel in Empfang genommen und bis ins Ziel sicher geleitet, wo ihnen in der Ravensburger Eissporthalle ein grandioser Empfang der über 1000 Angehörigen und Fans geboten wurde.

Diesen hatten sich die Radsportler auch redlich verdient, denn sie hatten jetzt die knapp 400 Kilometer und 3900 Höhenmeter in einer Zeit von 14 Stunden und 15 Minuten in den Beinen – und konnten so der Stiftung Drachenkinder wieder einen Betrag von über 10000 Euro überreichen. (pm)

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