Gundelfingen

27.10.2019

Alles abverlangt

An Torszenen mangelte es im Spitzenspiel wahrlich nicht. Obwohl sich (von links) Marius Brugger, Torhüter Dominik Dewein und Fabio Kühn hier in den Weg stellen, visiert Garmischs Maximilian Heringer in dieser Szene den Gundelfinger Pfosten an.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Der FC Gundelfingen legt gegen den 1. FC Garmisch zwar einen Blitzstart hin, ausruhen kann sich der Herbstmeister auf der frühen Führung aber nicht.

„Ich muss meinen Spielern wohl sagen, dass sie gewonnen haben“, blickte Martin Weng mit einem Lächeln auf den Lippen in Richtung der Landesliga-Fußballer seines FC Gundelfingen. Der Trainer lieferte allerdings selbst eine schlüssige Erklärung dafür, dass die Grün-Weißen den 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen erst mit leichter zeitlicher Verzögerung feierten: „Wenn ich so in die Gesichter schaue, sind die Jungs ganz schön kaputt.“

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Die Garmischer hatten den Tabellenführer und „Herbstmeister“ vor allem in der zweiten Halbzeit alles abverlangt. „Das Tempo musst du erst einmal gehen können“, zollte Weng den Oberbayern Respekt – zumal die mit dem Handicap leben mussten, dass sie schnell entscheidend in Rückstand gerieten. In der vierten Minute musste deren Keeper Stefan Schwinghammer zum ersten Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen, nachdem er zwar zuerst den Schuss von FCG-Torjäger Philipp Schmid mit dem Fuß abwehrte, dann aber chancenlos war, als der nachsetzende Manuel Müller den Abpraller volley verwertete. Ein Rezept, das kurz darauf wieder half. Diesmal scheiterte Jonas Schneider an Schwinghammers langem Bein, aber Maximilian Braun verwertete den Abpraller zum 2:0 (7.).

Dass die Werdenfelser allerdings nicht zufällig als Tabellenvierter in Gundelfingen angereist waren, zeigte sich, als sie nach einer Viertelstunde ihre Ordnung wieder gefunden hatten und selbst nach vorne spielte. Es entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem Referee Florian Ziegler viele Zweikämpfe zuließ. „Das hat ganz schön Kraft gekostet, denn es gab ja kaum Unterbrechungen“, befand FCG-Coach Weng – und grundsätzlich damit einverstanden, dass der Spielleiter viel laufen ließ. Während sein Garmischer Kollege Christoph Saller lieber mehr Unterbrechungen gesehen hätte.

Allerdings passten sich die Oberbayern dem Spiel durchaus an – und drängten nach der Pause auf den Anschlusstreffer. „Da sind wir 20 Minuten lang mächtig unter Druck geraten“, räumte Martin Weng ein und musste tief durchschnaufen, als Maximilian Heringer den Ball an den FCG-Pfosten setzte (53.) und sein Keeper Dominik Dewein sich in den Schuss von Jonas Schrimpf warf und den Ball zur Ecke abwehrte (60.). Dass die Partie nicht kippte, lag an der Ampelkarte für Garmischs Christoph Schmidt, der im Zweikampf mit Elias Weichler zu spät kam und vom Platz musste (64.) – und am ersten Elfmeter zugunsten des FCG seit fast einem halben Jahr. Heringer hatte gegen Gundelfingens Angreifer Jonas Schneider vergeblich versucht, mit dem langen Bein zu retten. Philipp Schmid schnappte sich den Ball und verwandelte den Strafstoß zum 3:0 (69.). Fünf Minuten pfiff Ziegler erneut, diesmal allerdings auf der anderen Seite, als Garmischs Moritz Müller nach einem der verbissen geführten Zweikämpfe zu Boden ging. Dominik Schubert verwandelte den Elfmeter zum 3:1 (74.). Was zwar schon den Endstand bedeutete, bis zum Schlusspfiff schenkten sich beide Teams trotz allem weiterhin nichts. Und das war in den Gesichtern der erschöpften Protagonisten hinterher deutlich abzulesen.

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