Altenberg

06.09.2019

Alter Fuchs und junge Wölfe

Der Coach macht eine Ansage: Mit dem erfahrenen Trainer Hans Mack (Bild) ist der SV Altenberg in die Kreisliga A/III zurückgekehrt – und peilt den Klassenerhalt an.
Bild: Karl Aumiller

Untere Fußball-Klassen: Nach neun Jahren ist dem SV Altenberg mit dem erfahrenen Trainer Hans Mack die Kreisliga-A-Rückkehr gelungen. Einige Talente sorgen für frischen Wind.

Neun Jahren war der SV Altenberg zuletzt auf unterster württembergischer Fußball-Ebene aktiv, diesen Sommer gelang via Relegation die Rückkehr in die Kreisliga A/III. Die Spieler der nordschwäbischen Bayern stammen fast ausschließlich aus dem heimischen Bachtal oder haben Vereinsbezug. „Besonders stolz sind wir auf unseren jungen Kader“, sagt Abteilungsleiter Christoph Burkhard, der selbst noch jugendlich frisch daherkommt: Der 27-Jährige leitet seit drei Spielzeiten die Fußball-Abteilung und tritt bei Personalmangel aktiv gegen das runde Leder. „Jung, willig, ehrgeizig und charakterstark“, so beschrieb er seine Mannschaft.

Sechs Nachwuchskicker aus der SG Bachtal, die zur neuen Saison 2019/20 keine A-Jugend in den Spielbetrieb schicken kann, stießen zum SVA. „Die Kameradschaft untereinander ist top“, stellt der Abteilungsleiter fest. Das Trainerduo bilden Hans Mack und Manuel Haberbusch (35). Mack ist ein alter Trainerfuchs: Der 64-jährige, aus Nattheim stammende Coach, der jetzt zur zweiten Saison trainiert, war vorher jahrelang beim TSG Nattheim in der Verantwortung und selbst aktiver Spieler bis zur Verbandsliga. „Hans Mack harmoniert perfekt mit der extrem jungen Mannschaft, das ist der Schlüssel zur erfolgreichen Saison“, schwärmt Abteilungsleiter Burkhard.

Aufstieg des SV Altenberg vor 1300 Zuschauern

Bis auf René Mayer, der zur Eintracht Landshausen gewechselt ist, hat Mack die komplette Aufstiegstruppe noch beisammen. Burghard erinnert sich an das 3:2 im Relegationsspiel gegen TKSV Giengen Anfang Juni vor 1300 Zuschauer in Herbrechtingen: „Der Aufstieg der jungen Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von gerade mal 23,4 Jahren war eine kämpferische Meisterleistung. Wir mussten einen 0:2-Halbzeitrückstand bei extremer Hitze aufholen.“ 2010 war der SV Altenberg in die Kreisliga B/V abgestiegen, in der Saison 2017/18 hatte man dort den achten Tabellenplatz belegt, 2018/19 gab es dann unter Trainer Mack den Vizetitel samt Aufstieg.

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Der diesjährige Saisonauftakt brachte einen 3:2-Sieg in Gussenstadt, ein 2:2 daheim gegen Niederstotzingen und am vergangenen Sonntag die 1:5-Niederlage bei einem starken SV Mergelstetten. Wobei Altenberg lang mithielt und drei Gegentreffer erst in der Schlussphase kassierte. „Erst mal in der Kreisliga A etablieren“, lautet nun das Ziel von Abteilungsleiter Christoph Burkhard. Dabei wird auch das Umfeld nicht vernachlässigt: Renovierungen wie Streichen im Klubheim und Verlegen eines neuen Bodens gehört zum Vereinsalltag.

Favorit kommt nach Altenberg

Was die sportliche Zukunft mittelfristig bringen wird? Abwarten. Der Spielermangel hat in der Vergangenheit vor anderen Vereinen nicht halt gemacht. Burkhard jedenfalls schließt in ferner Zukunft eine Zusammenarbeit der Bachtal-Klubs im Aktivenbereich nicht aus. Die Gegenwart hält aber erst einmal die nächste schwere Aufgabe für Trainer-Fuchs Mack und seine jungen Wölfe bereit: am Sonntag (15 Uhr) daheim gegen Tabellenführer und Titelfavorit Türkspor Heidenheim. Dann sind von der Altenberger Mannschaft wieder die eingangs genannten positiven Eigenschaften gefordert.

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