Gundelfingen

16.09.2018

Am Keeper lag’s nicht

Damit hatte Oliver Handschiegl (Mitte) nicht gerechnet. Weil dem FC Gundelfingen die Torhüter ausgehen, musste der Kreisliga-Schlussmann beim Landesliga-Spitzenreiter VfR Neuburg ran und war sicher nicht schuld daran, dass Matthias Riedelsheimer (in Lila) zwei Treffer gelangen.
Bild: Walter Bruggder

Fußball-Landesliga Südwest: Der FC Gundelfingen verkauft sich trotz einer morgendlichen Hiobsbotschaft beim Spitzenreiter ordentlich. Der Sieger heißt allerdings VfR Neuburg.

Die Komplimente nervten eher als dass sie trösteten. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, versuchte Stefan Kerle den Zuschauern die Lage seines FC Gundelfingen klar zu machen, die dem Sportlichen Leiter der Grün-Weißen Lob für den couragierten Auftritt der FCG-Kicker beim Tabellenführer VfR Neuburg aussprachen. Doch weil die Gärtnerstädter nach der 1:3 (1:0)-Niederlage in Neuburg weiter Vorletzter in der Landesliga Südwest sind, platzte Kerle ein Stück weit der Kragen und monierte, „dass wir uns für die gute Teamleistung nichts kaufen können.“

Auch Trainer Martin Weng sprach von einer „wahren Seuche“, denn schon in der Früh meldete sich der erkrankte Torhüter Dominik Dewein spielunfähig, so kam der eigentlich nur als Ersatzkeeper vorgesehene Kreisliga-Schlussmann Oliver Handschiegl unverhofft zu seinem Landesliga-Debüt. „An ihm lag es aber sicher nicht, dass wir verloren haben“, stellte Weng sofort klar und attestierte dem 23-Jährigen eine ordentliche Leistung. Handschiegl hielt, was er halten musste, manchmal sogar etwas mehr. Denn kurz vor dem Seitenwechsel war er gegen Neuburgs Angreifer Ray Bishop zur Stelle und wehrte ab, der Nachschuss von Marco Friedl ging am langen Pfosten vorbei. Es war so ein Moment, der ein Spiel kippen lassen kann. Zumal die Gundelfinger im direkten Gegenzug sogar in Führung gingen. Maximilian Braun steckte durch und Jonas Schneider war auf dem Weg zu seinem ersten Landesliga-Tor nicht mehr zu stoppen (44.).

Gundelfingen setzt immer wieder Nadelstiche

Für die Neuburger war dies eine eiskalte Dusche, und als wenig später auch noch Ray Bishop im Rasen hängen blieb und sich das Knie so verdrehte, dass er mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste, nahm der Spitzenreiter doch einen schweren Rucksack mit in die zweite Halbzeit. In der die Gundelfinger immer wieder Nadelstiche setzten und nicht nur bei den Distanzschüssen von Elias Weichler für Gefahr sorgten.

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Jubeln durfte aber nur noch der VfR. Das 1:1 hatte Kerle ein Stück weit kommen sehen, als Handschiegl den Ball nach einer Ecke noch abwehrte. „Wir hatten in der Pause besprochen, dass bei Ecken niemand mehr an der Mittellinie bleibt, sondern die Zone an der Strafraumkante absichert“, klärte Trainer Weng auf. Doch Stürmer Daniel Cesar Viana dos Santos lauerte auf einen Konter, die Neuburger kamen an den abgewehrten Ball und letztlich lenkte ihn Matthias Riedelsheimer mit dem Schienbein zum Ausgleich ins Netz (59.).

Das 1:1 steckten die Grün-Weißen gut weg, versteckten sich keineswegs – und wurden dann in der Schlussphase dann doch wieder ausgeknockt. Riedelsheimer traf in der 81. Minute zum 2:1, nach Marco Friedls Tor zum 3:1-Endstand pfiff Referee Felix Scharf erst gar nicht mehr an.

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