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Sport

01.04.2021

Beim Essen und Kochen kommen Sportler aus dem Kreis Dillingen in Form

Turner Florian Raab vom TSV Buttenwiesen hat gegen eine Pichelsteiner Eintopf nichts einzuwenden.
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Turner Florian Raab vom TSV Buttenwiesen hat gegen eine Pichelsteiner Eintopf nichts einzuwenden.
Foto: fr

Plus Ernährung: Turner Florian Raab, Fußballer Timo Czernoch und Handballer Marco Krumscheid geben nicht nur in der Halle oder auf dem Platz ihr Bestes, sondern in Corona-Zeiten verstärkt auch am eigenen Herd in der Küche.

Erinnern Sie sich noch an die Hamsterkäufe vor dem ersten Corona-Lockdown vor einem Jahr? Nicht Toilettenpapier war der absolute Renner – nein, Nudeln und Reis gingen weg wie warme Semmeln. Zwei Nahrungsmittel also, welche die wenigsten beim Kochen überfordern, sagt man. Ganz anders sieht es aus, eine Kartoffel gut gekocht auf den Teller zu bekommen. „Für viele ist das schon eine Herausforderung“, wissen Experten. Mit oder ohne Schale kochen? Wenn ja, wie viel Salz muss da ins Wasser rein und wie lange muss die Kartoffel dann letztlich im Topf bleiben? Fragen, mit denen sich auch Sportler aus dem Landkreis beschäftigen. Wir haben uns bei einem Turner, einem Fußballer und einem Handballer umgehört, wie sie es mit der Zubereitung von Nahrungsmitteln zu Pandemiezeiten halten und ob sie beim Essen auch auf ihr Gewicht schauen.

Raab im "Hotel Mama"

Florian Raab, Kapitän der Zweitligaturner des TSV Buttenwiesen, hat es derzeit gut. Der Student wohnt seit einiger Zeit wieder im „Hotel Mama“ in Ehingen im nördlichen Landkreis Augsburg. Die gemeinsame Augsburger Wohnung mit seiner Freundin, die berufsbedingt derzeit in Spanien weilt, wird erst wieder im Juni bezogen. Was den wöchentlichen Speiseplan anbelangt, darf der 27-Jährige gegenüber seiner Mutter natürlich Wünsche äußern. „Sie kocht dann schon, was ich gerne essen möchte“, sagt Florian Raab. Am liebsten lässt er sich mit klassischen Gerichten wie mit einem leckeren Schweinebraten mit Spätzle und Soße verwöhnen.

Aber natürlich nicht jede Woche. Schließlich müsse er als Turner einer Zweitligamannschaft immer auch auf das Gewicht achten. Zur Zeit bringe er bei einer Körpergröße von 1,74 Meter mit 74 Kilogramm etwas zu viele auf die Waage. Sein Wettkampfgewicht betrage zwischen 70 und 71 Kilogramm. Will heißen, dass der Student bis zum Herbst, wenn die neue Saison gestartet werden soll, abnehmen muss. Dann gibts wieder mehr gekochtes Gemüse, Salate oder ein mageres Steak. Oder – wie in der vergangenen Woche – einen Pichelsteiner Eintopf mit Fleisch und Gemüse. „So ein Essen ist gesund und hat wenig Kalorien“ lacht Florian Raab, zumal er sich dieses Schmankerl im „Hotel Mama“ selbst zubereitet hat.“

Gemeinsam mit Freundin Britta Rommel steht Fußballer Timo Czernoch vom SV Holzheim in der Küche, um vegetarisches Essen zuzubereiten.
Foto: rom

Durch seine Freundin Britta ist der Fußballer Timo Czernoch vom Kreisligisten SV Holzheim zum Vegetarier geworden. Das ist knapp zwei Jahre her. Aß er früher wie die meisten Kumpels vom SVH bei diversen Vereinsfeiern eine gegrillte Bratwurst oder ein saftiges Steak, so hat sich dies total geändert. Jetzt, so Czernoch, gibt es viel Nudeln, Linsen, Erbsen, Bohnen oder Salate. „Die vegetarische Küche gibt einiges her“, weiß er aus gemeinsam Zeiten am Herd mit seiner Freundin.

Seit vergangenem Dezember wohnt das Paar in einer gemeinsamen Wohnung in Dillingen. Eingekauft wird ob der Kontakte, die man aufgrund der Pandemie auf das Nötigste reduziere, nur einmal pro Woche. Timo Czernoch, der in Dillingen arbeitet, hat aber nicht jeden Tag Lust, in der Küche zu stehen. Einmal pro Woche, so der 26-Jährige, werde vegetarisches Essen bestellt, das man dann abhole und gemeinsam genieße. Kuchen und Süßigkeiten sind nicht dabei. „In der Fastenzeit verzichten wir gerne auf solche Dinge“, betont Czernoch. Wäre dies nicht der Fall, würde ihm dies die Waage womöglich nicht verzeihen. Über die ein bis zwei Kilos mehr, die er zur Zeit auf den Rippen trägt, möchte er nicht klagen. Sobald das Fußballtraining in Holzheim wieder beginne, werde das überflüssige Gewicht schnell verschwunden sein.

Leckere Gericht aus der eigenen Küche: der Gundelfinger Handballer Marco Krumscheid.
Foto: akru

Im Gegensatz zu Turner Florian Raab und Fußballer Timo Czernoch hat Handballer Marco Krumscheid in Zeiten ohne Mannschaftstraining und Spiele sogar abgenommen. Statt 102 Kilogramm bringt der Kreis- und Rückraumspieler beim Landesligisten TV Gundelfingen derzeit nur 98 Kilogramm auf die Waage. Und das hat natürlich Gründe. In der vergangenen Woche beendete der 23-Jährige eine fünftägige Saftkur. Da gab es überhaupt nichts zu essen, zu den Säften lediglich noch Wasser und ungesüßten Tee.

Die Gesamtmenge an Flüssigkeit, so Krumscheid, betrug an die fünf Liter. Einmal im Jahr entschlackt der Junggeselle seinen Körper auch durch sogenanntes Heilfasten. Da wird auf feste Nahrung für eine begrenzte Zeit verzichtet. Die vier Kilo, die Krumscheid in den vergangenen Monaten abgenommen hat, führt er auch auf das fehlende Training in der Halle zurück. Muskelmasse habe sich abgebaut, die zahlreichen Laufeinheiten, die er während einer Challenge absolviert hat, konnten dies nicht ausgleichen.

Krumscheid erweitert sein Repertoire

Seit eineinhalb Jahren wohnt der Gundelfinger Handballer, der in Augsburg ein Fachlehrer-Studium absolviert, alleine in einer Wohnung in der schwäbischen Metropole. Als er dort einzog, konnte er gerade einmal Nudeln kochen, wie er schmunzelnd berichtet. Inzwischen habe er sein Repertoire an Gerichten durchaus erweitert. Er ist als Koch in Form gekommen. „Zum Glück gibt es viele Rezepte, nach denen man kochen kann“, hat sich Marco Krumscheid schon mancherlei Kochkunst angeeignet. Und dennoch sei er froh, dass er in den Tagen vor Ostern ebenso wie an all den Wochenenden bei seinen Eltern in Lauingen sein kann. Denn da lässt er sich gerne von seiner Mutter zum Essen einladen. Zu Hause schmecke es halt immer noch am besten.

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