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Landkreis Dillingen

07.08.2020

Das Trainerkarussell nimmt Fahrt auf

Trainer Bernd Lipp wechselte zum Kreisligisten SV Holzheim.
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Trainer Bernd Lipp wechselte zum Kreisligisten SV Holzheim.
Bild: Aumiller

Plus Fußball: Beim SV Holzheim, SV Ziertheim und SV Grün-Weiß Baiershofen geben seit wenigen Tagen neue Übungsleiter die Kommandos. Corona hat einiges durcheinandergebracht.

Ebenso wie die SSV Glött haben drei weitere Vereine aus der Region in den vergangenen Tagen auf der Kommandobrücke neues Personal installiert. Das Fußball-Trainerkarussell hat somit trotz Corona richtig Fahrt aufgenommen. Wie berichtet, hat bei den Lilien Markus Rickauer den langjährigen Coach Stefan Schneider abgelöst. Schneider musste sein Amt in Glött aus beruflichen Gründen abgeben.

Holzheim stellt die Weiche

Im Herbst 2018 hat Oliver Remmert als Nachfolger von Rainer Grimminger das Traineramt beim SV Holzheim übernommen. Und es dauerte gerade einmal sechs Monate, da hatte der Ex-Kapitän des FC Augsburg das Team vom Aschberg über die Relegation zurück in die Kreisliga geführt. Nach dieser Saison wollte Remmert die Holzheimer wieder verlassen. Doch dann kam Corona und hat alles durcheinandergewirbelt. Noch weiß keiner, wann das unterbrochene Spieljahr fortgesetzt wird und wann es zu Ende geht. Bis Weihnachten wäre Remmert gerne geblieben, doch bis dahin ist die Saison 2019/2020 auf keinen Fall beendet. Deshalb führten die Holzheimer Verantwortlichen um Sportleiter Tobias Ott Gespräche, ob Bernd Lipp nicht schon jetzt die Trainingsleitung übernehmen könnte. Mit dem 42-Jährigen hatten sich die Holzheimer bereits vor Beginn der Epidemie geeinigt, dass er Oliver Remmert im Sommer dieses Jahres ablösen soll. Damals gingen alle Verhandlungspartner freilich davon aus, dass ab Juli die neue Saison 2020/2021 beginnen würde. Was aus bekannten Gründen aber nun nicht der Fall ist. Der Trainerwechsel wurde jetzt trotzdem vollzogen.

„Da ist uns Grün-Weiß Baiershofen sehr entgegengekommen“, dankt Bernd Lipp seinem Ex-Klub. Die Freigabe konnte der Kreisklassist aus dem benachbarten Landkreis Augsburg aber nur erteilen, weil mit Rainer Junghanns ein Übungsleiter zur Verfügung stand, der zuletzt pausierte. Mit der getroffenen Lösung ist Baiershofens Abteilungsleiter Rainer Wiedemann absolut zufrieden: „Ich glaube, dass alle Beteiligten nun beste Voraussetzungen für eine gute Vorbereitung haben. Sowohl Lipp als auch Junghanns haben bei ihren neuen Vereinen bereits einige Trainingseinheiten absolviert. Junghanns hat mit Grün-Weiß Baiershofen sogar schon seine Premiere als Coach an der Seitenlinie hinter sich. In einem Testspiel setzte es für ihn und sein Team am vergangenen Sonntag allerdings eine 0:4-Niederlage beim BC Schretzheim.

Rainer Junghanns gibt nun die Kommandos in Baiershofen.
Bild: Aumiller

Rückblickend auf seine Zeit in Baiershofen ist Bernd Lipp mit dem dort Erreichten sehr zufrieden. Pro Spiel konnte er im Schnitt 1,9 Punkte einfahren und die Grün-Weißen in der laufenden Saison auf Platz vier mit lediglich vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Türk Gücü Lauingen führen. „Baiershofen ist ein kleiner Dorfverein, bei dem es sich gut arbeiten lässt“, möchte er die Zeit bei seinem Ex-Klub nicht missen. Auch beim SV Holzheim möchte Bernd Lipp als Trainer Akzente setzten. Dabei ist er froh, dass sich der Kader durch die vier Eigengewächse Julian Rupp, David Peter, Fabian Miller und Vinzenz Pennacchia qualitativ und quantitativ verbessert hat. Das hinzugekommene Quartett kommt aus der A-Jugend der JFG Aschberg.

Aus ganz anderen Gründen musste der SV Ziertheim-Dattenhausen einen Trainerwechsel vornehmen. Die ersten Einheiten nach der Corona-Pause hat der Tabellenletzte der Kreisklasse West II unter der Regie von Peter Wiesmüller bestritten. Beim insgesamt dritten Training mit seiner neuen Mannschaft erlitt der 67-Jährige auf dem Sportplatz einen Schwächeanfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Wie berichtet, verstarb Wiesmüller vor zwei Wochen.

Mairoser übernimmt in Ziertheim

Dass die Ziertheimer relativ schnell einen Nachfolger finden konnten, war dem Umstand zu verdanken, dass Rudi Mairoser seit Sommer 2018 keinen Verein mehr trainierte und somit sofort zur Verfügung stand. „Mit ihm hatten wir schon früher mal losen Kontakt“, berichtet Vorstandschaftsmitglied Norbert Groll. Der in Deiningen im Landkreis Donau-Ries wohnende Übungsleiter trainierte zuletzt den mittelfränkischen Kreisklassisten TSV Merkendorf und war im Landkreis Dillingen unter anderem auch schon Coach beim TSV Bissingen.

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