Gundelfingen

04.08.2019

Die Null steht wie eine Eins

Die Bad Heilbrunner (am Boden Thomas Pföderl) gab alles, um ihr Tor zu verteidigen. Am Ende aber setzten sich (von links) Manuel Müller, Maximilian Braun und Jonas Schneider mit dem FC Gundelfingen doch durch. Sie feierten den dritten 2:0-Sieg im dritten Auswärtsspiel.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Auch im fünften Spiel bleibt der FC Gundelfingen ohne Gegentor. Beim 2:0-Sieg in Bad Heilbrunn tut sich der Spitzenreiter trotzdem lange schwer.

Gerade hatten die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen ihre Führung beim Aufsteiger SV Bad Heilbrunn auf 2:0 ausgebaut, da rief Mittelfeldspieler Maximilian Braun seine Nebenleute zur Ordnung: „Spielt konzentriert weiter, das Zu-Null bleibt stehen.“ Das tat es, auch im dritten Auswärtsspiel gewann der FCG mit 2:0 und baut seine makellose Bilanz auf fünf Startsiege bei einem Torverhältnis von 12:0 aus.

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Die Anweisung von Braun sieht sein Trainer Martin Weng ausgesprochen positiv: „Die Jungs ziehen sich an dieser Statistik hoch, sie wollen unbedingt das Gegentor vermeiden.“ Wobei die Gefahr eines Bad Heilbrunner Treffers eher gering war. Die ersatzgeschwächten Oberbayern versuchten zwar immer wieder Nadelstiche zu setzen, ernsthaft in Gefahr geriet das Gehäuse von Dominik Dewein aber nie. „Wir verteidigen sehr gut, das ist kein Zufall“, stellt Coach Weng klar.

Der Gundelfinger Auftritt im Tölzer Land war allerdings kein Galaauftritt. „Bad Heilbrunn ist sehr tief gestanden, da musst du dann selbst schnell spielen“, weiß auch Weng – im Gegensatz zu seinen Schützlingen. Die ließen den Ball in der ersten Halbzeit zwar laufen, aber viel zu langsam. Dazu kamen auf dem stumpfen Platz immer wieder technische Fehler – oder Nachlässigkeiten wie von Innenverteidiger Marius Brugger, der an der Mittellinie den Ball vertändelte. Doch Kapitän Tiemo Reutter bügelte den Fauxpas auf Kosten einer Verwarnung noch aus.

Der „Dosenöffner“ für den Spitzenreiter war der Führungstreffer durch den Kopfball von Philipp Schmid, dem eine starke Einzelleistung von Michael Grötzinger vorausging. Der Außenverteidiger gewann sein Laufduell und zog den Ball fast von der Grundlinie vors Tor, wo Schmid in Position gelaufen war. Nun mussten die bis dato mehr als ein Jahr zuhause ungeschlagenen Oberbayern mehr machen, doch erst in der Schlussphase suchten sie wirklich etwas die Offensive. „Sollen wir es noch versuchen“, fragte Keeper Christoph Hüttl in Richtung seines Trainers Walter Lang, der gab sein Okay – und prompt lag der Ball wieder im Netz. Aber halt nicht im Gundelfinger, sondern auf der Gegenseite. Nach der Weiterleitung von Jonas Schneider hatte Manuel Müller mit viel Gefühl im Fuß Hüttl per Lupfer bezwungen.

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