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Dillingen

21.01.2019

Dillinger „Schläger“ punkten zu wenig

500 Zuschauer verfolgten am Wochenende die bayerischen Tischtennis-Meisterschaften in der Dillinger Kneipp-Halle. Einziger Landkreis-Starter war dabei TVDler Sandro Hofmann (rechts), der sich sehr tapfer schlug – aber in der Vorrunde ausschied.
Bild: Karl Aumiller

Tischtennis/Badminton: Lokalmatador Hofmann scheidet bei der „Bayerischen“ in eigener Halle trotz guter Leistung früh aus. Zweitligist TVD verliert nicht nur das Kellerduell in Geretsried.

Ein guter Gastgeber war der TV Dillingen dieses Wochenende für die Teilnehmer der bayerischen Tischtennis-Meisterschaften in der Sebastian-Kneipp-Halle. Damen und Herren der obersten Klasse traten an die Platten, als einziger Landkreis-Spieler hatte sich Lokalmatador Sandro Hofmann qualifiziert. Er schlug sich vor 500 Zuschauern wacker, verpasste aber eine Überraschung und konnte nicht bei der Titelvergabe eingreifen. Auch die Badminton-„Schläger“ des TVD trafen in ihren beiden Auswärtsspielen am Samstag und Sonntag zu wenig – zwei Niederlagen im Abstiegskampf waren die Folge.

Obwohl die Tischtennis-Abteilung des TV Dillingen erst relativ kurzfristig als Ausrichter der bayerischen Einzel-Meisterschaften der A-Klasse (höchste Spielklasse) eingesprungen war, konnte den Gästen ein würdiger Rahmen geboten werden. Zudem stand mit Dillingens Sandro Hofmann ein Lokalmatador im Teilnehmerfeld: „Ich wusste bei der Qualifikation noch nicht, dass die Bayerischen hier stattfinden. Umso schöner, dass es geklappt hat,“ stellte der 30-Jährige fest. Den großen Coup verpasste Hofmann trotz bärenstarker Leistung in der Vorrunde. Gegen den Oberliga-spieler Sebastian Hegenberger (TV Hilpoltstein) konnte er die Partie beim Zwischenstand von 1:1 in den Sätzen lange offenhalten, ehe der vierte Satz klar verloren ging. Auch gegen den topgesetzten Drittliga-Spieler Marius Zaus (SpVgg Effeltrich) verkaufte sich der TVD-Neuzugang teuer. Überraschend konnte er den ersten Satz gewinnen, ehe sich der Favorit doch mit 3:1 durchsetzte. Im letzten Gruppenspiel dann der ersehnte Erfolg für Hoffmann: 3:0. Für die nächste Einzel-Runde reichte Gruppenrang drei aber nicht.

Im Doppel scheiterte er ebenfalls in der ersten Runde mit Doppelpartner Bernhard Lindner (SpVgg Westheim). Im Mixed gelang mit Partnerin Sarah Alzinger (TTC Langweid) der Vorstoß bis ins Achtelfinale.

Die neuen bayerischen Meister wurden somit in allen Wettbewerben ohne Landkreisstarter ermittelt. Im Mixed-Finale setzten sich die Jugendnationalspieler Mike Hollo/Laura Tiefenbrunner durch. Im Damen-Doppel gelang Tiefenbrunner mit Teamkameradin Sarah Mantz (beide TSV Schwabhausen) der nächste Triumph. Im Herren-Doppel gewannen ebenfalls zwei Youngsters, die auch die U18-Klassen dominieren: Hannes Hörmann (TV Hilpoltstein) und Nico Longhino (FC Bayern München). Im Einzel gab es eine Neuauflage des Vorjahres: Franziska Schneider (TV Hofstetten), ebenfalls Jugendnationalspielerin, hielt auch diesmal die Bundesligaspielerin Katharina Michajlova vom deutschen Meister und Pokalsieger SV DJK Kolbermoor in Schacht. In einem spannenden Herren-Einzel setzte sich der deutsche Schülermeister Mike Hollo (TuS Fürstenfeldbruck) gegen Felix Wetzel (FC Bayern München) knapp mit 4:3 durch. Damit avisierte Hollo mit seinen 14 Lenzen zum jüngsten bayerischen Meister aller Zeiten und qualifizierte sich ebenso wie Wetzel für die deutschen Meisterschaften.

Zweimal hoffte derweil das Zweitliga-Badmintonteam des TV Dillingen bei seinen Auswärtsfahrten auf Punkte gegen den Abstieg – und wurde enttäuscht. Am Samstag ging zunächst das Kellerduell bei TuS Geretsried knapp mit 3:4 verloren. Dabei führten die Gäste durch ihre beiden Herrendoppel Florian Berchtenbreiter/Sebastian Ames und Tobias Güttinger/Michael Teuber zunächst sogar 2:1. In der Folge punktete aber nur noch Tobias Güttinger. Beim 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim II setzte es die befürchtete 2:5-Niederlage. Wieder sorgten dabei beide Herrendoppel für die Punkte.

„Wir gewinnen gerade die fünften Sätze nicht. Es läuft einfach nicht in dieser Saison“, bilanzierte Teammanager Wolfgang Berchtenbreiter die jüngste Vergangenheit. Während der Saison habe sein TVD etliche Punkt verschenkt. Dazu kamen Verletzungen und Krankheiten. Berchtenbreiter schätzt die Chancen des aktuell Zweitliga-Schlusslichts auf den Ligerhalt so ein: „60:40 – ich muss ja optimistisch sein. Es wird echt schwierig, aber wir wollen alles versuchen.“

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