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Gundelfingen

25.11.2018

Doppelte Fehlentscheidung

Der Schlüsselmoment: Ichenhausens Kilian Kustermann (vorne) hat sich den Ball bereits gesichert, während im Hintergrund Schiedsrichter Felix Wolf dem jungen FCG-Verteidiger Marius Brugger (links) trotz der Proteste von Kapitän Tiemo Reutter (5) und Michael Grötzinger (2) vom Platz schickt – und Elfmeter verhängt.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Referee Wolf beeinflusst das Derby in Ichenhausen mit einem Pfiff maßgeblich. Nach acht Spielen ohne Niederlage muss sich der FC Gundelfingen beugen.

Die Erfolgsserie des FC Gundelfingen ist gerissen. Nach acht Spielen ohne Niederlage erwischte es die Grün-Weißen im Derby beim SC Ichenhausen. Wobei in dem Nachbarschaftsduell, das die Königsblauen mit 4:0 (3:0) für sich entscheiden konnten, nur wenig Stimmung aufkam. Und das lag an einem Mann, der eigentlich kraft Amtes nur eine Nebenrolle einnehmen sollte: Referee Felix Wolf.

Es lief die 15. Minute, als FCG-Verteidiger Marius Brugger den Ichenhauser Stürmer Kilian Kustermann am Trikot zu Boden zerrte. Wolf legte sich sofort fest und entschied auf Elfmeter, doch als der Oberbayer dann zusätzlich noch einen Platzverweis aussprach, hagelte es Proteste. „Ich dachte, es gibt keine Dreifachbestrafung mehr“, meinte selbst SCI-Coach Oliver Unsöld in Richtung von Wolfs Assistenten. Was dieser verneinte und nur für ballorientierte Fouls gelten lassen wollte. Das Problem dabei: Brugger war nicht letzter Mann, Kustermann bewegte sich nicht direkt aufs Tor – und somit fehlten die entscheidenden Kriterien einer Notbremse. SCI-Kapitän Stefan Strohhofer war das egal, er verwandelte den Strafstoß zum 1:0. Was sich später aber bei der Videoanalyse herausstellte, war für die Gundelfinger noch bitterer. Denn das Foul fand auch noch einen knappen Meter außerhalb des Strafraums statt.

Ex-Profi mit Vergangenheit in Gundelfingen

„Das passt ins Bild“, meinte FCG-Coach Martin Weng später, „doch wir sollten dem Schiedsrichter nicht die alleinige Schuld geben. Wir waren heute nicht richtig auf dem Platz, konnten unsere zuletzt gezeigte Leistung nicht abrufen.“ Was unübersehbar war, als Ichenhausen durch den Abstauber von Pierre Heckelmüller (20.) und Janick Reitz (23.) früh auf 3:0 erhöhten. „Bis dahin haben wir richtig guten Fußball gespielt und verdient geführt“, meinte Unsöld, was dann aber folgte, stellte den Ex-Profi mit FCG-Vergangenheit alles andere als zufrieden. Denn als auf Gundelfinger Seite auch noch Fabio Kühn den (gelb)roten Karton sah und vom Feld musste, gab es auf Ichenhauser Seite einen Bruch im Spiel. „Ich hätte lieber mit elf gegen elf weitergespielt, so aber wurde es mehr und mehr ein Katastrophenkick“, so Unsöld weiter.

Die Grün-Weißen hatten nämlich längst die Aussichtslosigkeit von großen Offensivbemühungen erkannt. „Da haben wir uns immerhin nicht abschießen lassen und guten Charakter gezeigt“, befand Weng. Nur noch einmal kam der Gegner zum erfolgreichen Abschluss, als Julian Riederle nach einer Ecke freistehend einköpfte (69.). „Das hatte nichts mit Unterzahl zu tun, dieses Tor hätten wir verhindern müssen“, ärgerte sich Weng.

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