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Gundelfingen

13.10.2019

Ein Traumtor zählt, das zweite nicht

Manuel Müller bejubelt mit seinem Luftsprung den Siegtreffer für den FC Gundelfingen. Während Kapitän Tiemo Reutter (links) erst noch zum Mitfeiern heraneilt, ist Elias Weichler schon zur Stelle.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Der FC Gundelfingen trifft gegen den FC Memmingen II sehenswert, hat aber ansonsten reichlich Mühe, bis der 1:0-Sieg feststeht.

Dass Tarik Öz nach dem Schlusspfiff erst mal am Boden lag, hatte nichts mit dem Ausgang des Spiels zu tun. Denn da hatten Öz und die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen einmal mehr Grund zur Freude, es lag vielmehr am Verlauf der 94 Minuten. Der FC Memmingen II hatte den Spitzenreiter bis zur allerletzten Sekunde gefordert, ehe der 1:0 (1:0)-Sieg der Gundelfinger feststand.

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Öz war erst zur Pause eingewechselt worden, genauso wie Marius Brugger für die bereits verwarnten Jan-Luca Fink und Jonas Schneider. Trainer Martin Weng wollte keinen Platzverweis riskieren, aber auch für neue Impulse sorgen. Denn die erste Halbzeit lief nicht ganz nach seinen Vorstellungen. Nach fünf Minuten hatten die Grün-Weißen zwar jubeln dürfen, als Michael Grötzinger an der Strafraumkante quer spielte und Jonas Schneider sah, dass Manuel Müller von hinten angerauscht kam. Schneider ließ den Ball durch und Müller nagelte den Ball traumhaft unter die Latte. Nach 14 Minuten verpasste Philipp Schmid das mögliche 2:0, obwohl er bereits FCM-Keeper Maximilian Beinhofer umkurvt hatte.

Zwischendurch verliert Gundelfingen den Faden

„Danach haben wir aber den Faden verloren und bis zur Halbzeit nicht mehr gefunden“, befand Trainer Weng zurecht. Die Memminger wurden dadurch stärker, ihre beste Chance hatten sie gleich nach dem Wiederanpfiff. Doch bevor Orkun Sarici zum Abschluss kam, beförderte FCG-Verteidiger Michael Grötzinger den Ball aus der Gefahrenzone. Und noch einmal war ein Abwehrspieler zur Stelle, als Sarici auf den Ausgleich hoffte. Nach einer Unachtsamkeit von Torwart Dominik Dewein kam Sarici an das Spielgerät, doch Marius Brugger hatte aufgepasst und konnte klären.

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Für Gesprächsstoff sorgte im zweiten Abschnitt ein Traumtor von Fabio Kühn. Der FCG-Abwehrchef hatte bei einem Freistoß den Ball im Winkel versenkt und wurde beim Jubeln von Schiedsrichter Michael Hintermaier gestoppt (53.). Doch warum? Memmingens Stefan Heger war zuvor mit der Hand auf den Ball gefallen, was Hintermaier nicht als Handspiel wertete. Sondern, dass die Kugel nicht mehr spielbar war – deshalb entschied der Referee auf indirekten Freistoß. „Ich habe nicht mitbekommen, dass der Schiri die Hand hob, obwohl ich zweimal zu ihm hingeschaut habe“, verriet Kühn hinterher.

Doch auch ohne den sehenswerten Treffer sollte es zum Dreier für den FCG reichen. Und nicht nur Öz, der kurz vor dem Ende noch das 2:0 auf dem Schlappen hatte, war sichtlich erleichtert, als der erlösende Abpfiff kam.

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